Kutschen-Traum im Alter von 80 Jahren erfüllt

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Friedhelm Gentz mit seiner Kutsche und den 3 Ponys in der Lüneburger Heide.

Lüdenscheid - Friedhelm Gentz hatte schon seit vielen Jahren den Wunsch, einmal mit seiner Kutsche und den eigenen drei Ponys durch die Lüneburger Heide zu fahren. Dass er diesen jetzt im Alter von 80 Jahren verwirklichen konnte, wurde ihm dank der Unterstützung durch Tanja Weiland ermöglicht.

Die beiden Lüdenscheider, die sich aufgrund der gemeinsamen Liebe zu den Pferden freundschaftlich verbunden fühlen, hatten ihre achttägige Tour im Vorfeld sorgfältig geplant und vorbereitet. Schon lange bevor sie die Kusche samt den Ponys im Pferdeanhänger verstauten und sich auf den Weg machten, hatten sie sich aus einem riesigen Angebot an Ferienquartieren eine Unterkunft ausgesucht, die ausreichend Platz für Mensch und Tier bietet. Denn schließlich brauchten sie nicht nur eine Bleibe für sich selbst, sondern auch für die Ponys, die Kutsche, das Auto und den Anhänger.

Die große, von Wald umgebene Ferienpension in Marxen am Berge bei Oldendorf, auf die ihre Wahl gefallen war, war ein Quartier, das ihren Wünschen genau entsprach und beste Voraussetzungen für ihre Kutschfahrten bot. Sie waren dort nicht nur hervorragend untergebracht, sondern konnten von diesem Hof aus auch alle Strecken zurücklegen, die sie sich vorher ausgesucht hatten.

Täglich fuhren sie morgens aus, um an den Nachmittagen genügend Zeit für die Besichtigung interessanter Stätten zu haben. Das besondere Interesse der beiden Pferdefreunde galt einem Trakehnergestüt und dem riesigen Vielseitigkeitsparcours im Reiterdorf Luhmühlen.

Weitere Kutschpartien führten in die schöne Hansestadt Lüneburg, von der sie so sehr angetan waren, dass sie sie dreimal aufsuchten. Neben der malerischen Altstadt besichtigten sie dort das Ostpreußenmuseum, zu dem Friedhelm Gentz sich besonders hingezogen fühlte, weil er in Ostpreußen aufgewachsen ist.

Auch Soltau und der beschauliche Kurort Bad Bevensen gehörten zu ihren Zielen. Sehr angetan sind die beiden Lüdenscheider von der landschaftlichen Schönheit der Lüneburger Heide, insbesondere vom zauberhaften Naturpark Marxener Paradies und von der Oldendorfer Totenstadt mit dem riesigen Findling, unter dem angeblich der Hunnenkönig Attila seine letzte Ruhestätte gefunden haben soll. Die weiten, mit Wacholder bestandenen Heideflächen und die vielen Hünengräber brachten immer wieder neue Erlebnisse mit sich.

Ihre Wege, auf denen sie häufig Wanderer und Reiter trafen, führten zudem oft stundenlang durch Wälder. Wenn sie von ihren Fahrten berichten, geraten sie richtig ins Schwärmen, und Friedhelm Gentz ist glücklich, dass sein großer Traum von einer Kutschpartie durch die Lüneburger Heide nun doch noch in Erfüllung gegangen ist. - ih

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