Andere Saunen in der Region haben geöffnet

Kurzarbeit im Saunadorf: Stammgäste müssen woanders schwitzen

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Die Saunen im Saunadorf in Lüdenscheid bleiben kalt. 

Lüdenscheid – Die herbstlichen Temperaturen der vergangenen Tage weckten bei Saunagängern nach der langen Corona-Pause sogar im Hochsommer die Lust aufs Indoor-Schwitzen.

Während die Wellness-Tempel in der Umgebung seit einigen Wochen wieder geöffnet haben, stehen Stammgäste und Erholungssuchende im Saunadorf am Nattenberg vor verschlossenen Türen. Und das wird sich so schnell auch nicht ändern, machte Friedrich-Wilhelm Schmidt-Werthmann vom Bäderbetrieb Lüdenscheid GmbH, deutlich. 

„Wir wollen die Öffnung des Saunadorfs so lange aufschieben, bis die strengen Coronamaßnahmen aufgeweicht werden“, sagt der Lüddenscheider Bäder-Chef. Neben den Hygieneregeln müssen Besucher in den Saunabetrieben den Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten. Der Zutritt ist zu reglementieren. 

Alle Saunen müssen mit einer Temperatur von mindestens 80 Grad Celsius betrieben werden

Alle Saunen müssen mit einer Temperatur von mindestens 80 Grad Celsius betrieben werden. Durch den Grundriss der Lüdenscheider Anlage ist der Mindestabstand auf vielen Wegen drinnen und draußen nicht gewährleistet. 

Dort müsste zusätzlich ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. In der größten Sauna dürften sich maximal acht Personen gleichzeitig aufhalten, berichtet Schmidt-Werthmann. Für ihn steht fest: „Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag und zum gewünschten Sauna-Erlebnis.“ 

Friedrich-Wilhelm Schmidt-Werthmann vom Bäderbetrieb Lüdenscheid GmbH

Dies zeigten auch die Erfahrungen in anderen Wellness-Anlagen der Region, sagt der Lüdenscheider Bäderchef und ergänzt: „Geöffnet haben meist nur die Einrichtungen mit einem angeschlossenen Bad. Die Betreiber sind mit der Frequenz nicht zufrieden.“

Im Aquamagis in Plettenberg ist die Sauna seit dem Wochenende geöffnet. Während die Resonanz in der Textilsauna „sehr gut“ ist, wie Dr. Uwe Allmann, Geschäftsführer des Aquamagis betont, haben die wenigen Gäste den FKK-Bereich für sich. 

Wegen Corona: Alle Mitarbeiter im Saunadorf befinden sich in Kurzarbeit

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise halten sich im Saunadorf nach Angaben von Schmidt-Werthmann in Grenzen. Denn neben den Personalkosten – alle Mitarbeiter befinden sich in Kurzarbeit – fallen auch die Energiekosten fast vollständig weg. Mit anderen Worten: Der Betreiber spart mit jedem Tag, an dem das Saunadorf geschlossen ist.

Dennoch soll die derzeitige Situation kein Dauerzustand bleiben. Spätestens im Herbst wolle man das Saunadorf wieder öffnen – auch dann, wenn die Coronaschutzmaßnahmen nicht weiter gelockert werden, sagt Schmidt-Wertmann. Die Pläne dafür hat er in der Schublade.

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