Kunststoff-Institut wirbt für Verbund-Studium

Phoenix Contact ist jetzt Mitglied Nr. 170 in der Trägergesellschaft des Kunststoffinstitutes.

LÜDENSCHEID ▪ Ein Erfolgsmodell soll exportiert werden: Das Lüdenscheider Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW beabsichtigt, als Mehrheitsbeteiligter gemeinsam mit der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg ein Pendant zu der Lüdenscheider Einrichtung aufzubauen.

Am 20. Juli soll die endgültige Entscheidung für das Engagement in Baden-Württemberg getroffen werden, in das man über fünf Jahre zunächst 250 000 Euro investieren will. „Wir sind noch mitten in den Vertragsabstimmungen“, gab sich Kunststoff-Institut-Geschäftsführer Stefan Schmidt gestern auf Nachfrage noch etwas zurückhaltend. Seit Ende 2010 habe man sich sehr intensiv damit befasst; die Grundsatzentscheidung sei nach kontroverser Diskussion ohne Gegenstimme gefallen.

Die Initiative sei von der Industrie aus dem Schwarzwald gekommen. Dort säßen sehr viele Kunden, und letztlich sichere ein Kunststoffinstitut nach Lüdenscheider Vorbild auch die hiesige Einrichtung. Für den Anfang habe man 14 Firmen als Industriepartner gewinnen können. Schmidt: „Vor 23 Jahren sind wir hier mit 30 Firmen gestartet.“

Und das Institut wächst weiter: Gestern begrüßte Stefan Schmidt mit Phoenix Contact die 170. Mitgliedsfirma. Mehr als 11 000 Mitarbeiter weltweit, die Hälfte davon in Deutschland, rund 680 bei Phoenix Feinbau im Wefelshohl – dass ein solches Schwergewicht sich jetzt im Kunststoffinstitut engagiert, freut auch Christoph Brünger, bei der SIHK verantwortlich für Standortpolitik/Innovation und Umwelt. Hermann Trompeter, Leiter des Phoenix Contact College, betonte gestern, wie wichtig dem Unternehmen Aus- und Weiterbildung seien. Am 1.9. fängt in Lüdenscheid Azubi Nr. 2500 der Gesamtgruppe an. Er beginnt in einer Phase, in der sein Metall-Unternehmen „intensivst in Kunststoffe einsteigen“ und daher das Verbundstudium fördern möchte. Gemeinsam mit dem Berufskolleg für Technik und engagierten Arbeitgebern will das Institut mehr junge Leute für das fordernde Doppel aus Ausbildung und Studium gewinnen. Kunststofftechnik sei krisensicher, so Trompeter: „Wer das gelernt hat, hat eine sichere Zukunft.“

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