Kunststoff-Institut vor Millionen-Förderung

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Austausch im KIMW. Von links Willi Brase, Dieter Dzewas, Thomas Eulenstein, Petra Crone, Stefan Schmidt und Jörg Marré.

Lüdenscheid - Das Kunststoff-Institut stellt sich einer immensen Herausforderung. Letzten Endes geht es darum, Werkstoff- und Verfahrenstechnologien, die bislang der Luft- und Raumfahrt vorbehalten waren, auch für die industrielle Massenfertigung bezahlbar und einsetzbar zu machen.

Am Dienstag wurde ein Förderantrag eingereicht, über den Mittel in einer Gesamthöhe von acht Millionen Euro bewegt werden. Zur Hälfte ist das Institut selbst beteiligt. „Wir machen das gerne, weil die Firmen davon profitieren“, kommentieren Stefan Schmidt und Thomas Eulenstein, Geschäftsführer des KIMW, das Engagement, das sich auf eine Laufzeit von mehreren Jahren erstreckt und mit der Schaffung von vier neuen, hochqualifizierten Arbeitsplätzen verbunden sein wird.

Drei parallele Projekte werden nach der Planungsphase anlaufen, erläuterten die KIMW-Chefs den SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Crone und Willi Brase (Siegen-Wittgensein) sowie Bürgermeister Dzewas. Darin geht es um antibakterielle Wirkungen, thermische Barrierewirkungen oder Verschleiß- oder Korrosionsschutz – durchweg Eigenschaften, die für die konkrete Anwendung nicht zuletzt den mehr als 230 Mitgliedsfirmen der KIMW-Trägergesellschaft in den verschiedensten Einsatzbereichen interessant sein dürften im Hinblick auf Energieeffizienz, Ressourceneffizienz und Leichtbau.

Die Auswahl der Projekte erfolgte durch ein unabhängiges Expertengremium unter Vorsitz von Margret Wintermantel, Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Bewerbungsgrundlage war die Forderung nach der „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und Netzwerken“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das über den Projektträger Jülich letztlich die Förderung bereitstellt.

Für diese Vernetzung, um den Technologietransfer aus der Forschung in die Fertigung herzustellen, ist das Institut zertifiziert mit dem Gold-Label der European Cluster Excellence Initiative. Dies sei wichtiges Kriterium gewesen, um im Bewerbungsverfahren in die engere Wahl zu kommen. Internationale Partner werden voraussichtlich das Cirimat Carnot Institute und das Institut Plastipolis in Frankreich sein.

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