Warnstreiks: Kundgebung und Kita-Engpass

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Aufbruchstimmung: Rund 60 Beschäftigte des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes machten sich am Mittwoch von Lüdenscheid aus nach Dortmund auf.

Lüdenscheid - Das Ringen um die Bezahlung im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst war am Mittwoch auch wieder in Lüdenscheid spürbar. Dabei folgten rund 60 Beschäftigte einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi und fuhren per Bus zur Kundgebung nach Dortmund.

Die Auswirkungen des Warnstreiks in der Bergstadt: Drei der insgesamt neun städtischen Kindertagesstätten blieben Mittwoch komplett geschlossen. Dabei handelte es sich um die städtischen Kitas in Gevelndorf und Wettringhof sowie um die Pestalozzi-Kita. In den übrigen sechs Einrichtungen prägte ein Notbetrieb das Bild.

Die betroffenen Eltern waren laut Verdi rechtzeitig informiert worden. Neben den Erzieherinnen und Erziehern der städtischen Kitas hatte die Gewerkschaft auch die Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen von Stadt und Kreis zu dem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Auch in Iserlohn folgten kommunale Beschäftigte dem Verdi-Aufruf.

Vorstellbar übrigens, dass es nicht bei Warnstreiks bleibt. Verdi-Bundeschef Frank Bsirske und andere Gewerkschaftsvertreter hatten jüngst bereits von der Möglichkeit eines langen Arbeitskampfes gesprochen. Heute steht in Hannover die mittlerweile vierte Verhandlungsrunde zwischen Verdi und den kommunalen Arbeitgebern an. Sollte erneut keine Einigung gelingen, könnte es in der Folge auch zur Urabstimmung unter den Beschäftigten und zu längeren Streiks kommen.

Zum Hintergrund: Bei den derzeit laufenden Tarifverhandlungen strebt die Arbeitnehmerseite eine „Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst“ an. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will dabei eine höhere Eingruppierung dieser Berufsgruppen erreichen. Im Schnitt würde das wohl eine Steigerung der Besoldung um rund zehn Prozent bedeuten. - Von Sebastian Schmidt

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