Dieser Mann macht schlimme Nachrichten fröhlich

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Vincent Pauls verwandelte in seinem Beitrag schlimme Nachrichten in fröhliche.

Lüdenscheid – Vincent Pauls nahm die Anregung vieler seiner Zuhörer ernst, doch auch mal einen fröhlichen Text zu schreiben. Der Poetry-Slammer, der seinen Freiwilligendienst in der Integrativen Kulturwerkstatt Alten Schule versieht, bemühte sich zum „Tag des Vorlesens“ in seinem Beitrag „Mein Text ist fröhlich“ konsequent, die derzeitigen schlimmen Nachrichten aus aller Welt in fröhliche umzuwandeln. Gar nicht so einfach!

Gleich mehrere Autoren stellten beim (Vor)Leseabend ihre Werke vor. Moderiert wurde der Abend von Vincent Pauls. Die Lüdenscheider Autorin Bianca Batanas präsentierte ihr erstes Kinderbuch „Geliebtes Herzenskind“, das derzeit noch nicht auf dem Markt ist und erst in einigen Tagen in Druck gehen soll.

Auslöser für das Werk, an dem Bianca Batanas eineinhalb Jahre arbeitete, war der Wunsch, ihrer kleinen Tochter etwas mit auf den Weg zu geben, das ihr Selbstbewusstsein stärkt. Etwas, das ihr die Gewissheit gibt, dass jeder Mensch, so wie er auf die Welt kommt, wertvoll ist. Die rührende Geschichte im Zusammenhang mit den liebevoll gestalteten Illustrationen von Daniele Telle, die bei der Lesung gezeigt wurden, begeisterte das Publikum.

Im Rahmen der Kulturwochen 2019 wurde in der Alten Schule ein Schreibworkshop unter der Leitung von Stefanie Schröder durchgeführt, die beim Vorlesetag auch selbst als Autorin mit einer schwarzhumorigen Geschichte über einen tödlich eifersüchtigen Kaffeevollautomaten bestens unterhalten konnte. Die Workshop-Teilnehmerinnen Stephanie Clara Edel und Sabrina Sachse präsentierten darüber hinaus einige Texte, die sie im Rahmen des Workshops zu vorgegebenen Themen verfasst hatten.

Markus Wenderoth, Vater von drei Kindern und Erzieher, überzeugte dagegen mit herrlich politisch unkorrekten satirischen Texten, zum Beispiel zum Thema Klimawandel und Umweltschutz. So hat das Waldsterben den Vorteil, dass man mit dem Auto nicht mehr vor die im Weg stehenden Bäume fahren kann und man bei der Fahrt im eigenen SUV im Gegensatz zu öffentlichen Verkehrsmitteln wenigstens weiß, woher der „eben abgelassene Furz kam“. Für Dicke brach der Autor ebenfalls eine Lanze – schließlich kurbeln die mit ihren Unmengen vertilgter Pizzen und Chips die Volkswirtschaft an. Thomas Wewers, der Leiter Integrativen Kulturwerkstatt der Alten Schule, las schließlich aus seinem Buch „Das Pflaster“, das sich um die Erlebnisse eines Klinikclowns dreht – als solcher war Wewers viele Jahre lang unterwegs.

Die anrührende Geschichte, wie die kleine Lisa im Krankenhaus einen ganz besonderen Hund von den Clowns geschenkt bekommt, garnierte Thomas Wewers noch mit einem Zaubertrick.

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