Kulturhaus: Schüler dem richtigen Beruf auf der Spur

Sein handwerkliches Geschick konnte man gestern gleich austesten. Die 3. Ausbildungsmesse im Kulturhaus war dabei wieder eine gemeinsame Initiative von Stadt, Schulen und Unternehmen.

LÜDENSCHEID - Kaum eine Entscheidung im Leben ist so richtungsweisend wie die Berufswahl. Da passte es ins Bild, dass sich am Mittwochvormittag rund 850 Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen im Kulturhaus tummelten.

Für die Jugendlichen war es wohl eine nachhaltige Horizonterweiterung. Und auch die beteiligten Unternehmen profitierten von der 3. Lüdenscheider Ausbildungsmesse – sie suchen bekanntlich immer geeigneten Nachwuchs.

Der Auftakt der Messe verlief indes eher schrill. Ein schnarrendes Mikrofon und ein plötzlich im Hintergrund brummender Kompressor schnitten Bürgermeister Dieter Dzewas quasi die Begrüßungsworte ab. Schmunzelnd schaffte es Dzewas dennoch, auf den „Fachkräftemangel in der Wirtschaft“ hinzuweisen. Und auch darauf, dass die Lüdenscheider Ausbildungsmesse eine „Erfolgsgeschichte“ sei.

Die Misstöne zu Beginn waren allerdings kein schlechtes Omen für die informative und harmonische Veranstaltung. Rund 85 Unternehmen und Organisationen – meist aus der Region – stellten dabei an die 90 Ausbildungsberufe vor. Die Bandbreite der Präsentationen war dabei enorm. Kundige Teams informierten etwa über Ausbildungschancen bei klassischen Metall- und Elektrofirmen, bei Krankenkassen, Haarstudios, Schreiner-Betrieben oder in Gesundheitsberufen.

Bilder von der Messe:

3. Ausbildungsmesse im Kulturhaus

Auch Polizei, Post und Feuerwehr stellten ihre Arbeitsfelder vor. Die Wehrleute hatten dabei ein Einsatzfahrzeug gleich neben dem Kulturhaus geparkt. Als besonders beliebt unter den Jugendlichen im Märkischen Kreis gilt laut Umfragen übrigens der Beruf des Industriekaufmanns.

Während der Vormittag im Kulturhaus den Schülern vorbehalten blieb, konnten sich am Nachmittag alle interessierten Bürger an den Ständen umsehen – eine wichtige Offerte gerade für Eltern.

Den Jugendlichen die Berufswahl erleichtern und Fachkräfte für die heimische Wirtschaft gewinnen – das sind die Ziele der Veranstaltung. Eine „Kugelschreiber-Einsammelveranstaltung“ soll die Messe dagegen nicht sein. Dennoch können kleine Geschenke erfreuen. „Zwei Kulis habe sich schon“, so ein Jugendlicher gestern stolz zu seinem Kumpel. - dt

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