Komödien, Musik-Revuen und eine Hommage an den Stummfilm

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„Anderthalb Stunden“ lang sezieren Herbert Herrmann und Nora von Collande in der gleichnamigen Komödie als Pierre und Laurence ihre Beziehung.

Lüdenscheid - Das Kulturhaus ist in der Sommerpause – was Theater- und Musikfreunde aber nicht daran hindert, sich bereits über das Programm in der nächsten Spielzeit zu informieren und sich Karten für die eine oder andere Veranstaltung zu sichern. Sechs Aufführungen wird es zum Beispiel in der Abo-Reihe Schauspiel B geben. Von Komödien über Musik-Revuen bis hin zu einer Hommage an Fritz Langs Stummfilm-Klassiker „Metropolis“ ist alles dabei.

Los geht es am 1. Oktober ab 19.30 Uhr mit der Rock-Revue „Bauernhof Rock“ von Sandra Keck. Die Nordtour Theater und Medien GmbH gastiert mit dem Stück in Lüdenscheid, das einen Einblick in den Tagesablauf auf einem ganz verrückten Bauernhof in Hamburg-Poppenbüttel bietet.

So heißt es in der Ankündigung: „Weltbekannte Schlager, Pop- und Rocksongs bekommen in diesem bäuerlichen Umfeld mit witzigen, spritzigen Texten ein ganz neues Gesicht. Im Stile einer rasanten Sitcom geht das vergnügliche Spektakel direkt unter die ’Kuhhaut‘“.

In der zweiten Produktion der Reihe kommen einmal mehr Herbert Herrmann und Nora von Collande nach Lüdenscheid. „Anderthalb Stunden zu spät“ heißt das Stück von Gérald Sibleyras, in Zusammenarbeit mit Jean Dell, das am 22. Oktober ab 19.30 Uhr auf der Kulturhausbühne gezeigt wird.

Regie in der Inszenierung der Komödie am Kurfürstendamm führt Herbert Hermann selbst. Er schlüpft außerdem in die Rolle von Pierre, der seit mehr als 20 Jahren mit Laurence verheiratet ist.

Die beiden sind bei Freunden eingeladen. Doch im letzten Moment beschließt Laurence, dass sie keine Lust mehr hat, mitzukommen. Denn sie will endlich reden: Über sich, über ihn, über ihre Kinder, über ihre Beziehung, aber vor allem über die vielen gemeinsamen Jahre und das, was vor ihnen liegt – der Ruhestand. Je länger das Gespräch dauert, desto bewegender wird es und es wird deutlich: Hier sind zwei, die sich – trotz aller Gegensätze – immer noch viel zu sagen haben und sich sehr lieben.

„Der Kurschattenmann“, eine Komödie von René Heinersdorff, steht am 4. Dezember auf dem Spielplan. Es spielen Jochen Busse, Simone Rethel, Ingrid Steeger, Christiane Rücker und Christine Schild in der Produktion des Theaters an der Kö, in Zusammenarbeit mit der Komödie im Bayerischen Hof München.

Das Stück spielt in einem Kurort, wo in einem Sanatorium für seelische Probleme Ulrich auftaucht – ein Mann, der alles daran setzt, den dort behandelnden und behandelten Frauen den Kopf zu verdrehen. „Der Kurschattenmann ist unterhaltsames Theater mit brillanten Schauspielern, denen ihr Alter in keinster Weise anzumerken ist“, verspricht die Ankündigung.

Weiter geht es am 28. Januar 2016 mit den Beatles: „Backbeat, die Beatles in Hamburg“, eine Inszenierung der Hamburger Kammerspiele, führt auf die Reeperbahn des Jahres 1960. „Fünf blutjunge, leidenschaftliche Musiker aus Liverpool treten ein Engagement im Indra Musikclub an. Noch ahnt niemand, dass hier Musikgeschichte geschrieben wird, doch schon bald erobern die ’Pilzköpfe‘ die Herzen des Publikums.“

Die Revue erzählt von den Anfängen der Beatles und lädt mit Titeln wie „Love me do“ und „I saw her standing there“ auf eine musikalische Zeitreise ein.

Mit der Komödie „Glück“ kommen am 7. April 2016 Barbara Wussow und Peter Bongartz nach Lüdenscheid. Sie spielen Louise und Alexandre, zwei Menschen, die sich zufällig in einem Lokal treffen und die Nacht zusammen verbringen. Louise ist Single, Alexandre steckt mitten in der Scheidung, sie hat keine Kinder, er hat drei, sie steht weltanschaulich eher links, er rechts. Und beide haben sie die Fünfzig bereits überschritten. So treffen zwei unterschiedliche Vorstellungen von Glück aufeinander und führen zu einer heftigen Diskussion über die Voraussetzungen fürs Glücklichsein.

Am 1. Juli 2016 schließlich gastiert das N.N. Theater, Neue Volksbühne Köln wieder im Kulturhaus – mit dem Stück „Metropolis“ nach dem Stummfilm von Fritz Lang. Dieser war einst die erste sozialkritische Science Fiction. Roman und Film mahnten vor Ausbeutung, Unterdrückung und Überwachung. „Ist der mittlerweile 90 Jahre alte Stoff und seine Mahnungen auch heute relevant?

Das N.N. Theater wird mit seiner aktuellen Inszenierung diese Frage auf die heutige Theater-Bühne stellen – ernsthaft, aber auch unterhaltsam und humorvoll“, beschreibt die Ankündigung.

Die Theaterkasse des Kulturhauses ist noch bis zum 10. August geschlossen, aber Karten für die meisten Veranstaltungen gibt es auch im Ticket-Shop der Lüdenscheider Nachrichten. Ab dem 11. August geht der Verkauf an der Theaterkasse für die kommende Spielzeit wieder los. Das Abo-Büro ist bis zum 24. Juli geschlossen. Ab dem 27. Juli können dort wieder die verschiedenen Abo-Reihen des Kulturhauses gebucht werden. Weitere Infos gibt es hier im Internet.

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