Kulturhaus-Gastronomie: Suche nach Pächter

Die Kulturhaus-Gastronomie braucht einen neuen Pächter.

LÜDENSCHEID ▪ Die Suche nach einem neuen Betreiber für die Gastronomie im Kulturhaus gestaltet sich sehr schwierig. Im Juli 2012 endet offiziell der Vertrag mit dem bisherigen Gastronomen, Felix Bucci, der mittlerweile sein Restaurant „Castello“ in der Schützenhalle eröffnet hat. Bis Vertragsende läuft der Betrieb nur eingeschränkt.

Es habe das eine oder andere Gespräch mit Interessenten gegeben, bestätigt Kulturhausleiter Stefan Weippert. Doch die Ergebnisse sind ernüchternd. „In diesem Bereich ist der Markt in Lüdenscheid einfach gesättigt“, glaubt Weippert. Aber er sieht das Problem auch auf anderer Ebene. Die Gastronomie sei keine Branche, die die Banken großzügig unterstützten. Und einige Investitionen seien nun einmal erforderlich.

Im Moment läuft neben der Gastronomie-Ausschreibung auf der Kulturhausseite nochmals eine Wiederholungsanzeige im Internet-Auftritt der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung (ahgzimmo.de). Einerseits hofft Stefan Weippert auf baldige Resonanz: „Je früher, desto besser.“ Andererseits hält er einen Einstieg für den jetzigen Zeitpunkt auch für besonders schwierig: „Das Weihnachtsgeschäft ist fast verteilt.“ Grundsätzlich hätten die Gespräche und Bemühungen der letzten Monate gezeigt: „Das Gastronomiegeschäft ist ein hartes Business, bundesweit.“

Was passiert, wenn sich niemand findet – auch diese Frage haben sich die Verantwortlichen natürlich gestellt. Zum einen gebe es einen Interessenten, der den Restaurantbereich für eine ganz andere Nutzung mieten würde, eine Entwicklung, die bereits mit der Kampfkunst in der früheren Kneipe ihren Anfang nahm. „Wenn man niemanden findet, muss man über so etwas nachdenken“, findet Weippert. Nachgedacht wird auch darüber, dass die Feiernden selbst den Caterer auswählen. Das böte sich beispielsweise dann an, wenn Menschen aus einem anderen Kulturkreis vertraute Speisen für ihre Feier wollten oder Firmen von ihrer Betriebskantinenmannschaft versorgt werden möchten. Man könne sich auch vorstellen, den Pausentresen als Kulturhaus selbst zu betreiben – eine Variante, die noch rechtlich geprüft werden müsse.

Wolff-Dieter Theissen, zuständiger Fachbereichsleiter im Kulturhaus, hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass überregionale Werbung Erfolg zeigt. Notfalls müsse man es noch einmal größer aufmachen und in die Printausgabe der Gaststätten-Zeitung setzen. Zudem sei „alles verhandelbar“, betont er.

Ob die Bewirtschaftung der Säle und des Pausentresens vielleicht doch ins Gesamtpaket kommen, darüber könne man reden. Grundsätzlich sei der Versuch der Abkopplung richtig gewesen, findet er aber auch. Keine Alternative sei es, aus Mangel an Gastronomie die Säle nicht mehr zu vermieten.

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