Kulturhaus-Debatte

CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling kritisiert Bodenheimer scharf

Lüdenscheid - „Die Diskussionen um die Zukunft des Kulturhauses sollten sachlich und umfassend geführt werden. Genau dies macht Herr Bodenheimer nicht.  Er greift sich explizit eine Frage aus dem Fragenkatalog heraus, vermischt diese mit der aktuellen Flüchtlingsdebatte und zeichnet ein total verzerrtes Bild. Sein Vorgehen ist unanständig und an Polemik kaum zu überbieten“, meint CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling.

Es gehe aus der Sicht der CDU hier einzig und allein um die Frage, „ob wir uns auch weiterhin ein ,richtiges’ Kulturhaus leisten wollen und können, oder ob wir künftig ein VHS-Gebäude mit Theatersaal, der zeitweise für Aufführungen genutzt wird, haben möchten. Damit würde allerdings der eigentliche Charakter des Kulturhauses verloren gehen. Auch müssen wir uns dessen bewusst sein, dass alle Einrichtungen, die im Zuge der Haushaltssanierung geschlossen oder zumindest so deutlich in ihrem Angebot reduziert werden, für viele Jahre oder Jahrzehnte unwiederbringlich verschwinden werden.“

Die Diskussion um die Zukunft des Kulturhauses werde derzeit sehr kontrovers geführt und es gebe hierzu nach seiner Kenntnis in fast jeder Fraktion durchaus sehr unterschiedliche Auffassungen, so auch in der CDU, erklärt Fröhling. Wie auch immer schlussendlich die Mehrheit im Ausschuss beziehungsweise im Rat entscheiden werde, so sollten die Argumente doch sachlich ausgetauscht, vernünftig bewertet und abgewogen werden.

Oliver Fröhling

So müsse unter anderem die Frage geprüft und beantwortet werden, ob die Bewirtschaftung des Kulturhauses optimiert werden könne und durch eine Intensivierung der Nutzung als Kongresszentrum und Versammlungsstätte für Vereine künftig besser aufgestellt werden könne. Auch sollten die aktuellen Preise für die Vermietung der Räume hinterfragt werden, die gerade auf Vereine und Veranstalter eher abschreckend wirken und damit für eine wirtschaftliche Entwicklung kontraproduktiv sind.

„Ich bin der Auffassung, dass bei einer so weitreichenden Entscheidung alle Fragen auf den Tisch gehören und auch Alternativen ausreichend geprüft werden müssen, um zu einer akzeptablen Lösung auch aus finanzieller Sicht zu kommen. Denkverbote darf es in dieser Debatte nicht geben und auch die verzerrten Kommentierungen von Herrn Bodenheimer sind für eine sachliche Entscheidungsfindung alles andere als hilfreich“, so Fröhling.

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