In jedem Fall muss es um die Zukunft des Kulturhauses gehen

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Der Kulturausschuss tagt am Donnerstagnachmittag im Kulturhaus.

Lüdenscheid - „Ich versuche, über das Internet Neuigkeiten herauszufinden, und warte auf eine Stellungnahme. Die ist bis jetzt nicht erfolgt.“ Kulturdezernent Thomas Ruschin hatte nach eigenen Angaben bis Mittwochnachmittag keine Mitteilung der Kulturhausleiterin Rebecca Egeling auf dem Tisch.

Auch er selbst sei von der Nachricht im Internetportal der Rheinischen Post überrascht worden, dass Egeling zum 1. Oktober die (Halbtags)Stelle der künstlerischen Leiterin am Teo-Otto-Theater in Remscheid antreten würde.

Ruschin: „Eine Stellungnahme dazu betrachte ich als Fairnessgebot gegenüber dem Dienstherren. Das ist keine Form der Zusammenarbeit.“ Eine umfassende Erklärung der Verwaltung im Kulturausschuss, der am Donnerstagnachmittag ab 17 Uhr im Kulturhaus tagt, gestalte sich daher schwierig: „Aber sie wird ja anwesend sein, vielleicht sagt sie selbst etwas dazu.“

Der stellvertretende Chef der Stadtverwaltung, Kämmerer Dr. Karl Heinz Blasweiler, wollte sich zu einem etwaigen Wechsel Rebecca Egelings nach Remscheid nicht äußern. Er verwies auf „das Mitsprache- und Entscheidungsrecht der Politik“.

Jens Voß als Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion sagte, er könne sich „nicht vorstellen, dass die Kulturhausleiterin gleichzeitig in Lüdenscheid und Remscheid tätig ist“. Dazu seien die Aufgaben im Hinblick auf Spielplan und Verwaltung des Kulturhauses „zu anspruchsvoll“. Voß wörtlich: „Wenn Frau Egeling die Stelle in Remscheid antritt, bedeutet das für mich, dass sie in Lüdenscheid aufhört.“

Die Modalitäten eines Ausstiegs im Anstellungsvertrag müssten geprüft werden. „Wir müssen das Kulturhaus deshalb nicht schließen. Der Spielplan ab Sommer steht.“ Rebecca Egeling „hatte es in der Vergangenheit alles andere als leicht. Mich wundert es nicht, dass sie sich nach einer Alternative umsieht“, sagte Jens Holzrichter als Vorsitzender der FDP-Fraktion.

Auch er glaube nicht, dass sie künftig beide Stellen machen wird, „aber das wird sie hoffentlich im Kulturausschuss erklären“. In jedem Fall müsse es um die Zukunft des Kulturhauses gehen: „Sie hat sich in Remscheid für die künstlerische Leitung beworben, darin liegen ihre Stärken. Wir sollten hier auch darüber nachdenken, und prüfen lassen, ob eine andere Struktur für die Leitung des Kulturhauses sinnvoller wäre als die jetzige“, betonte Holzrichter. 

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