Kult-Kollektion für die Halle

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Die Wege zur Kult-Kollektion führen abseits ausgetretener Pfade schon mal hoch hinaus: Stiftungsvorsitzender Friedrich-Karl Schmidt (2.v.l.) zeigte den Gästen auch Details des Turms.

Lüdenscheid - „Tradition hat Zukunft“, findet die Bergstadt-Stiftung Lüdenscheider Schützenhalle unter Vorsitz von Friedrich-Karl Schmidt. Bei dem Bemühen, das Denkmal und seine Bedeutung für Lüdenscheid fester in den Köpfen zu verankern, geht die Stiftung jetzt neue Wege: Sie möchte eine Kult-Kollektion entwickeln, in deren Produkte traditionelle Techniken und moderne Methoden, kreative und innovative Ideen heimischer Handwerksbetriebe und Firmen einfließen.

Zum Weihnachtsgeschäft, so die Planung, sollen erste Produkte vorliegen. Sie stammen aus heutiger Zeit, atmen Tradition und haben einen Bezug zur Halle. Zum ersten „Produzenten-Treffen“ hatte Schmidt am Donnerstag in zum Loh eingeladen. Wer wollte, konnte sich einen Eindruck von dem Bauwerk verschaffen, Ornamente studieren, Anregungen sammeln, erste Ideen notieren.

Gedacht sei zum Beispiel, so hieß es, an ein Geschenkpapier mit alten Architekturzeichnungen der Halle, das die Druckerei Seltmann entwirft. Die Goldschmiede Barbara Niclas und Dominic Pieper interpretieren Details aus dem ornamentalen Reichtum der Jugendstilhalle auf moderne Weise für Hals und Hand. Glas-Experte Hans Stadler vom Familienbetrieb im Olpendahl überträgt die Idee auf sein Metier. Dr. Ulrike Littys Stärke ist Schönes aus Stoff. Sie könnte bald auf Tücher mit historischen Fenstermotiven zurückgreifen. Konditor Norman Weßling denkt an eine Schokospezialität, Simone Geier vom gleichnamigen Fleischereibetrieb an ein Rezept, das die Gastronomietradition der Halle verkörpert. Draht, Licht, Metall – vielfältige Produktideen aus weiteren Bereichen von Industrie und Handwerk in der Stadt sollen das kreative Potenzial des Standortes nach außen tragen. Viele Gespräche wurden bereits geführt, weitere stünden an, hieß es. Eine wichtige Rolle komme dabei auch Beteiligten wie dem Kunststoff-Institut oder der Lasertechnik-Firma Acsys zu. Ihr Know-how ermöglicht die Produktion individueller Kleinserien erst. Neue Kontakte zu ungewöhnlicher Zusammenarbeit in der Stadt zu knüpfen, ist ein weiterer Effekt der Stiftungs-Initiative. Über eine LN-Serie und einen QR-Code mit Hallenlogo würde der Herstellungsprozess öffentlich. „Das war“, so lautete das Fazit eines Teilnehmers, „sehr interessant. Da steckt viel Fantasie drin.“ - Susanne Kornau

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