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Ohne Maske am Platz: Kult-Kino im MK öffnet wieder - mit diesen Regeln

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Von: Jutta Rudewig

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Filmpalast Werdohler Straße Lüdenscheid Andre Lubba
Kinobetreiber André Lubba und sein Mitarbeiter Anthony freuen sich auf die Wiedereröffnung. © Cornelius Popovici

„Wir können ja nur abwarten und hoffen auf eine breite Unterstützung der Leute. Ob da zwei oder 200 Leute im Saal sitzen – die Kosten sind die gleichen. Bislang sind wir da relativ gut durchgekommen. Aber die heiße Phase beginnt jetzt.“ André Lubba schaut durch das Foyer des Filmpalastes an der Werdohler Straße. Leitern, Kabel, Baustaub. Aber all das wird nächsten Donnerstag Geschichte sein, wenn am Nachmittag die ersten (Kinder)Filme seit Mitte November wieder über die Leinwand des Kinos laufen.

Lüdenscheid - Die lange Zeit des Stillstands haben Lubba und sein Team dazu genutzt, an allen Ecken und Ende liegen gebliebene Renovierungsarbeiten in Angriff zu nehmen. Dazu gehörte auch die Modernisierung der Damentoilette. Sie erstrahlt jetzt in elegantem Schwarzweiß. „War längst fällig“, sagt Lubba, „aber das kann man nicht im laufenden Betrieb machen.“

Auch die Beleuchtung im Foyer ist neu. Das Haus selbst ist denkmalgeschützt, insofern lag dem rührigen Kinobetreiber daran, Altes mit Neuem zu verknüpfen. Die alte Spot-Decke ist passé, neues, warmes Licht strahlt jetzt von der Decke.

Maskenpflicht im Saal gebe es nicht, wohl aber auf dem Weg dahin. Und im Filmpalast wird auch weiterhin auf größtmögliche Sicherheit und Abstand gesetzt. Tickets gebe es nur online oder über die App, dann ließen sich die Kontaktdaten leichter zurückverfolgen. Wer möchte, kann sich die Kino-„Verpflegung“ am neuen Kartenautomaten vorbestellen. Keine Warteschlangen vor dem Counter, so wenige Kontakte wie möglich, und selbst hinter dem Counter werden noch Trennwände eingesetzt – „das schaffen wir bis Donnerstag“.

Die Säle sind klimatisiert, die Frischluftzufuhr ist erhöht, die Projektoren wurden ohnehin einmal pro Woche eingeschaltet. Sie sind nicht dafür gebaut, dass sie in einer Pandemie monatelang still stehen.

Der neue Damentoilettenbereich im Filmpalast.
Frisch, modern, elegant: Der neue Damentoilettenbereich im Filmpalast. © Cornelius Popovici

Mit dem Kino-Restart am 1. Juli kommen aber auch ganz andere Probleme auf den Tisch: „Es ist schwierig, die gewohnten Süßwaren zu bekommen, weil alle Kinos ja gleichzeitig an den Start gehen. Wir brauchen ja alles frisch.“ Da werden dann Artikel schnell mal um 300 Prozent teurer – „aber das wird schon.“ Auch die Masse der geplanten Filmstarts ist auf Rekordniveau: „Die Filme sollen alle raus, damit die auf Video verkauft werden können.“

„Monster Hunter“ und „Peter Hase 2“

Mit „100 Prozent Wolf“ und „Monster Hunter“, „Nobody“ und „Peter Hase 2“ beginnt das Post-Corona-Programm – in der Hoffnung, dass die Säle soweit ausgelastet sind, wie sie sein dürfen und dass das Publikum „mal wieder Lust auf Kino hat“.

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