Künstlerin Katinka Bock im Herbst in Lüdenscheid

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Vertreter der Kunststiftung stellten das Projekt in Düsseldorf vor. - Foto: Görlitzer

LÜDENSCHEID - Mit ihren Arbeiten begibt sie sich auf Spurensuche. Intensive Recherche vor Ort gehört für die Künstlerin Katinka Bock dazu, wenn sie sich mit einem Projekt auseinandersetzt, die Geschichte der Orte nimmt Einfluss auf ihre Skulpturen, Filme und Installationen.

Natürliches Material wie Ton, Metall, Holz oder Papier steht für die Künstlerin, die in Paris und Berlin lebt, im Mittelpunkt. Im Herbst wird sie für ein Großprojekt der Kunststiftung NRW nach Lüdenscheid kommen.

Die Zahl 25 ist für die Kunststiftung in diesem Jahr von großer Bedeutung – und eine unter 25 ist die Städtische Galerie. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens hat die Kunststiftung 25 Museen und 25 Künstler zu einem gemeinsamen Kunstprojekt eingeladen – wir berichteten bereits. Nun fand in Düsseldorf die offizielle Auftaktveranstaltung für das Projekt 25/25/25 statt. Dr. Susanne Conzen, Leiterin der Städtischen Galerie, war eine von 25 Museumsleitern, die sich zur Vorstellung des detaillierten Projektes im Gebäude der Kunststiftung eingefunden hatten. Das Projekt im Geburtstagsjahr der Stiftung sei als Geschenk an die Museen zu verstehen, die sich bereits im Bereich der zeitgenössischen Kunst engagieren und in denen bürgerschaftliches Engagement einen hohen Stellenwert besitzt, hieß es. Das Projekt soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf die besondere Bedeutung zu lenken, die die musealen Einrichtungen für das urbane kulturelle Leben überall im Land besitzen. Das gelte trotz oder auch gerade angesichts der knappen kommunalen Haushalte.

Die Kunststiftung sieht ihre Aufgabe darin, das „Besondere zu stärken“. Und das möchte sie auch mit den vielen künstlerischen Ideen im Rahmen des Projektes 25/25/25, das zwar eine von mehreren Initiativen im Jubiläumsjahr ist, aber darunter wohl die bedeutendste. Lüdenscheid darf also gespannt sein, wie Katinka Bock, die für die Galerie ausgewählte bildende Künstlerin, die Bergstadt sieht und wie sie das in ihrer Arbeit umsetzt. 1976 in Frankfurt geboren, studierte Katinka Bock an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Freie Kunst und Bildhauerei. Vor Ort bezieht die Künstlerin gern den Ausstellungsort mit ein, wodurch eine Interaktion entsteht. Der Akt der Balance ist für Katinka Bock entscheidend.

Insgesamt wird die Kunststiftung einen Betrag im sechsstelligen Bereich in das Projekt 25/25/25 investieren. Die genauen Kosten lassen sich erst nach Abschluss aller Arbeiten beziffern, da die Künstler erst nach und nach im Lauf dieses Jahres ihre Objekte realisieren und unter anderem mit unterschiedlichen Materialien arbeiten werden. Weitere Förderschwerpunkte im Jubiläumsjahr der Stiftung sind die Begegnung der Kulturen, unter anderem mit einer deutsch-türkischen Buchmesse und einem deutsch--türkischen Filmfestival, sowie die Bereiche Literatur und Übersetzung. Außerdem gefördert wird der Musikalisch Nachwuchs und der Bereich Kinder- und Jugendtheater. - gör

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