Kündigungen langfristig kein Tabu mehr

+
28 000 Sommerblumen haben STL-Kräfte im Juni in 39 Beete im gesamten Stadtgebiet gepflanzt – als Ersatz für die entsorgten 35 000 „Frühlings-Stiefmütterchen“. -

LÜDENSCHEID ▪ In diesem Jahr sind wohl zum letzten Mal 48 000 Frühlings- und Sommerblumen auf die öffentlichen Beete der Stadt gepflanzt worden. Mehrheitlich stimmte der STL-Werksausschuss gestern einem Vorschlag der Werkleitung zu, die Flächen für die bunte Wechselbepflanzung künftig von bisher 700 auf 350 Quadratmeter zu halbieren. Dieser Sparvorschlag geht – wie berichtet – auf eine Anregung aus dem Bürgerhaushalt zurück. Keine Chance hatte die SPD mit ihrem Antrag, die Blumenpracht in vollem Umfange beizubehalten. Statt 40 000 Euro kostet die Frühjahrs- und Sommerbepflanzung künftig nur noch 20 000 Euro.

Bepflanzt werden sollen künftig weiterhin markante Punkte wie beispielsweise Beete an Haupteinfahrtstraßen (Herscheider Landstraße, Heedfelder Straße/Christuskirche) sowie neues Sauerfeld, erklärte Werkleiter Klose. Bürgermeister Dieter Dzewas machte in der Diskussion deutlich, dass die Einsparungen aus nackter finanzieller Not durchgeführt werden. Und Ausschussvorsitzender Bernd-Rüdiger Lührs (CDU) führte aus, dass der STL in den kommenden Jahren die bisherigen Unterhaltungsmittel von 4,6 Millionen jährlich um pauschal 200 000 Euro bis auf vier Millionen Euro kürzen müsse. Langfristig seien bei Fortführung dieser dauerhaften Kürzungen auch betriebsbedingte Kündigungen für ihn kein Tabuthema mehr.

Angelika Linnepe (Lüdenscheider Liste) verwies auf die Praxis in Hagen, wo Blumenbeete von Gartenbaufirmen gepflegt werden, die dafür auf diesen Beeten Werbung für sich machen dürfen. Für die Umsetzung dieser Idee sei der Bauausschuss zuständig, sagte Klose. Es spreche nichts dagegen, für ein solches Sponsoring zu werben. - wok

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare