Kuchen und Couscous: Großer Andrang beim Afrikafest

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Die Models, die die afrikanische Modenschau gestalteten.

Lüdenscheid - Das Afrikafest der Versöhnungskirchengemeinde zog am Sonntag Scharen von Menschen an. Afrikanische Attraktionen, das Bilderbuchwetter und die vielen Mitarbeiter, die an Ständen rund um die Erlöserkirche im Einsatz waren, ließen die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg werden.

Den Auftakt bildete ein fröhlicher „afrikanischer“ Familiengottesdienst. Selbst das Glaubensbekenntnis wurde in einer afrikanischen Version – mit Klatschen und Bewegungen – ausgedrückt, und Martin Ahlhaus, für die Kirchenkreise Lüdenscheid-Plettenberg und Iserlohn zuständiger Pfarrer für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung, erteilte der Gemeinde den Schlusssegen auf Suaheli. Er leitete den Gottesdienst gemeinsam mit Gemeindepfarrerin Barbara Fahl-Njayou und John Wesley Kabango. Der Pastor der anglikanischen Kirche in Ruanda, der seit 2011 das Afrika-Referat der VEM (Vereinigten Evangelischen Mission) in Wuppertal leitet, hatte den Predigtdienst zum Thema „Familie und Gemeinschaft“ übernommen.

In deutscher Sprache wies er auf den hohen Wert der Familie und der aus Christen aller Nationen bestehenden „geistlichen Familie“ hin. Die Gemeinde wurde dazu eingeladen, die Worte „Familie ist …“ zu ergänzen und somit die Bedeutung der Familie zu unterstreichen, und Michel Sanya, aus der Demokratischen Republik stammender Sänger, Liedermacher, Instrumentalist und Chorleiter besang die Familie als Geschenk Gottes. Trommler und Kirchenmusiker Dmitri Grigoriev (Keyboard) begleiteten die Songs.

Wer wollte, konnte an einem Trommelworkshop teilnehmen. In einem anderen Workshop konnten Kinder, Jugendliche und Erwachsene Taschen bedrucken. Für die kleinen Gäste war es außerdem interessant, afrikanischen Märchen zu lauschen, sich schminken und afrikanische Zöpfchen flechten zu lassen. Bei einem Afrikaquiz mussten sie Fragen wie „Wie heißt der höchste Berg Afrikas?“, und „Welchen Namen hat die südlichste Spitze Afrikas?“ beantworten. Für die richtigen Antworten gab es Muscheln und „Diamanten“ zur Belohnung.

Eine Bilderversteigerung, ein Vortrag zum Thema „Kaffee“ und eine eritreische Kaffee-Zeremonie zogen viele Interessierte an. Im Gemeindezentrum konnte man sich anhand einer Dokumentation über fairen Handel informieren und kunstgewerbliche Artikel aus Kamerun und Kenia sowie auch Handarbeiten vom hiesigen Arbeitskreis Baigom erstehen. Die Gemeindeband „2B“ sorgte vor der Erlöserkirche für Unterhaltung. An Ständen im Freien und im Gemeindezentrum konnten sie sich mit deutschen und afrikanischen Spezialitäten stärken. Neben Bratwurst, Waffeln und Kuchen gab’s Couscous, Palmsuppe und „Redred“ mit Kochbananen (einen vegetarischen Bohneneintopf). Mit zwei Höhepunkten klang das Afrikafest aus: einer Modenschau mit afrikanischen Gewändern und einem Auftritt der Trommler und Trommelworkshop-Teilnehmer.

Alle Einnahmen kommen zu 100% dem Schulprojekt in Baigom/Kamerun zugute, für das der gleichnamige Arbeitskreis sich stark macht. Aktuelle Fotos kündeten davon, dass in dem Gemeinschaftshaus in Baigom inzwischen eine Bibliothek eingerichtet worden ist. Toiletten und ein Brunnen müssen noch gebaut werden. - ih

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