Kroaten feiern Muttertag in den Museen Lüdenscheids

Die kleinen Kroaten warteten gespannt auf ihren Auftritt.

LÜDENSCHEID - Traditionell zum Muttertag führte die Kroatische Katholische Gemeinde Ennepetal-Lüdenscheid ein Fest für die ganze Gemeinde durch, das diesmal in den städtischen Museen stattfand. Geselligkeit war groß geschrieben. Die Kinder hatten in wochenlanger Arbeit Lieder, Gedichte und Tänze eingeübt, auswendig gelernt und brachten dies nun vor den gespannten Zuhörern zu Gehör.

In bunten Trachten gab es kroatische Volkstänze unter der Leitung von Jana Franziska Gerhardt, und in den Gedichten wurde die Dankbarkeit der Kinder für ihre Mütter deutlich: „So möchten wir auf diesem Wege sagen, dass wir sehr froh sind, dich zu haben“. Für alle Mamas gab es Rosen, es erklangen die kroatische und deutsche Nationalhymne. Es wurde ein Fest mit feierlichen und ausgelassenen Momenten in fröhlicher, familiärer Stimmung. Dazu gab es ein kroatisches Buffet mit kalten Platten, Kaffee und Kuchen, gestiftet von allen Gemeindemitgliedern sowie Corbanac. Dies ist ein beliebtes Gericht aus verschiedenen Fleischsorten, das traditionell als Mitternachtsessen auf Hochzeiten serviert wird und das Marija Maglic für alle Gäste gekocht hatte.

Grußworte gab es von Dr. Eckhard Trox, der versprach in den nächsten Jahren einmal nach Kroatien zu reisen. Er übermittelte Grüße des Generalkonsuls Vjekoslav Krianec. Die Gäste begrüßte auch Pastor Branko Simovic, der sich bei der freien Mitarbeiterin des Museums, Dorna Hatamlooy, für die organisatorische Unterstützung des Festes bedankte. Worte des Dankes galten Ivanka Krause, die sich um Trachten gekümmert und die Gedichte mit den Kindern eingeübt hat. Als Gäste waren einige Mitglieder der Kroatischen Katholischen Gemeinde Gelsenkirchen vertreten, die ebenfalls Tänze zeigten. Für zünftige, folkloristische Musik sorgte die Band Bisernica, die auf den gleichnamigen traditionellen Instrumenten, die an Gitarren erinnern, für einen gelungenen musikalischen Rahmen sorgte.

Die meisten Mitglieder der kroatischen Gemeinde sind in den 70er-Jahren nach Deutschland gekommen und leben teilweise in zweiter Generation hier. Im Rahmen der Museumsausstellung „Wir hier!“, die am 3. Juni eröffnet wird, wird zu den Hintergründen der kroatischen Zuwanderer mehr zu hören und zu sehen sein.

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