Lob und Kritik für neuen Standort der Autoschau

Lüdenscheid - Die Situation ist bekannt: Auto-Präsentationen sind oft wahre Publikumsmagneten. Diesmal indes waren die Bedingungen für die Lüdenscheider Autoschau andere als sonst. Ein neuer Standort abseits des Stadtkerns und ein Konkurrenz-Programm in der City sind hier die Stichwörter.

Von Sebastian Schmidt

Über die Auswirkungen für die Schau herrschte dabei durchaus Uneinigkeit. Zu Erinnerung: Anders als in der Vergangenheit ging die von der Kraftfahrzeug-Innung organisierte und von der Kreishandwerkerschaft unterstützte Veranstaltung am Wochenende nicht in der City, sondern auf dem Schützenplatz Loh über die Bühne. Dieser Ort des Geschehens bot reichlich Platz und Parkraum. Es fehlte aber die Laufkundschaft, wie viele Händler auch unumwunden einräumten. Die Folgen für die Autoschau zunächst: Am Samstag drängten sich auf dem Schützenplatz nicht gerade die Menschenmassen. Über weite Strecken blieb es recht ruhig an den Ständen.

Die Reaktionen der Aussteller fiel dann am ersten Tag der Präsentation auch eher verhalten aus. Begeisterungsstürme waren kaum zu vernehmen. Dafür Durchhalteparolen. Das hörte sich dann so an: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Oder auch so: „Vielleicht wird es ja noch voller.“

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"Autoschau auf dem Schützenplatz Loh"

Und am Sonntag gestaltete sich das Bild tatsächlich deutlich freundlicher. Da strömten bei warmem Frühlingswetter etliche Menschen über das Gelände. Die Besucher hatten dabei nicht nur die rund 80 Fahrzeuge der acht beteiligten Autohäuser im Blick. Auch Tüv, Dekra, Verkehrswacht und andere Organisationen zeigten mit Info-Ständen und Aktionen Präsenz. Besonders spektakulär: ein Überschlagsimulator und ein Offroad-Parcours. Auch ein Puppenspieler bewies seine Künste.

Innungsobermeister Walter Trimpop hob im LN-Gespräch vor allem auf die Vorteile des Standorts Loh ab: „Es gibt hier genug Platz und mit Herrn Bucci auch einen wohlwollenden Vermieter. Und am ersten Tag haben wir direkt drei Autos verkauft – so viele waren das noch nie.“

Enttäuscht zeigte sich Trimpop unterdessen von der Resonanz auf die Info-Offensive der Innung zu Ausbildung und Karrierechancen in der Auto-Branche: „Das Angebot wurde nicht angenommen.“ Kehrt die Autoschau nächstes Mal zum Schützenplatz Loh zurück? „Das kann ich mir sehr gut vorstellen“, sagt Trimpop.

Das aber sieht nicht jeder so. Ein Händler-Kollege von Trimpop dazu: „Die Schau gehört in die Stadt.“

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