Kreuzkirche: Förderverein will Defizit von 99 000 Euro ausgleichen

Cornelia Scheveling und Hans Georg Ahl (2. und 4. von rechts) wurden aus dem nun vergrößerten Vorstand um Karl Otto Hüsken (Mitte) verabschiedet. - Fotos: Görlitzer

Lüdenscheid - Der Haushalt der evangelischen Kreuzkirchengemeinde in Lüdenscheid weist ein jährliches Defizit von fast 99 000 Euro aus. Um die Gemeindearbeit unverändert weiterführen zu können, möchte der Förderverein diese Summe ab sofort aufbringen. Die Weichen dafür wurden bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend gestellt.

Das selbstgesteckte Spendenziel des Vereins beträgt für 2016 insgesamt 160  000 Euro, erklärte der Vorsitzende Karl Otto Hüsken. Um dieses zu erreichen, soll die Vereinsarbeit auf eine breitere Basis gestellt werden. Eingeladen worden waren zu der Versammlung nicht nur bisherige Fördervereinsmitglieder, sondern auch regelmäßige Spender. Zwölf von ihnen wurden direkt als neue Mitglieder aufgenommen, so dass der Förderverein nun über 65 Köpfe verfügt. Die Mitgliedschaft als solche ist beitragsfrei, es gehe vor allem darum, aktive Helfer für Aktionen zur Spendenakquise zu gewinnen, erklärte Hüsken. Außerdem wurde beschlossen, die Zahl der Beisitzer im Vorstand von einem auf drei zu erweitern. Einer davon soll der Finanzkirchmeister oder dessen Stellvertreter sein, um die enge Vernetzung zwischen Förderverein und Presbyterium zu gewährleisten.

Hüsken äußerte sich optimistisch, dass das Ziel erreicht werden kann, denn seit 2009 liefen der Bau des neuen Gemeindehauses und die Renovierung der Jugendetage als eigenes Spendenprojekt parallel zur Arbeit des Fördervereins. So betrug 2015 das gesamte Spendenaufkommen der Kreuzkirchengemeinde fast 179 000 Euro. Wie der zuständige Projektkoordinator Matthias Kleine im Gespräch mit der Redaktion erläuterte, werden seit diesem Jahr keine Spenden mehr für das Gemeindehaus gesammelt. Die Abschlussfinanzierung soll im Zuge der Vermarktung der alten Kreuzkirche geregelt werden. Die meisten Dauerspender hätten sich bereit erklärt, ihre Unterstützung nunmehr für die Gemeindearbeit fortzusetzen. Das Defizit im Gemeindehaushalt sei nicht neu, so Kleine. Während des Bauprojekts sei es aus Rücklagen ausgeglichen worden.

Der Förderverein finanziert seit seiner Gründung vor 28 Jahren zwei Stellen in der Jugendarbeit und hat dazu ein Budget mit weiteren Töpfen, zum Beispiel für Fortbildungen und Technik-Anschaffungen. Hüsken erklärte das neue Ziel für „ambitioniert“, sagt aber auch: „Das muss eine Aufgabe der gesamten Gemeinde sein, dann können wir das sauber hinkriegen.“

Vor den Wahlen wurden Pfarrer Hans-Georg Ahl als Beisitzer und Schriftführerin Cornelia Scheveling verabschiedet. Der bisherige 2. Vorsitzende Matthias Kleine wurde als Beisitzer gewählt. Neue 2. Vorsitzende ist Tina Scharrenbroich, neue Schriftführerin Andrea Roßbach. Kassiererin Margit Pleuger wurde wiedergewählt. Weitere Beisitzer sind Finanzkirchmeister Rainer Bien und dessen Stellvertreterin Heike Rath.

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