Kreuzkirche: Baubeginn erst im nächsten Jahr

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Die Gemeinde steht hinter dem Neubau. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Die evangelische Kreuzkirchengemeinde in Lüdenscheid hat auf dem Weg zu ihrem neuen Gemeindezentrum einen Rückschlag hinnehmen müssen. Da sich eine erhoffte Unterstützung durch eine Stiftung nicht erfüllt hat, wird der Baubeginn wohl auf das nächste Jahr verschoben. Um beginnen zu können, muss der bei weitem größte Teil des veranschlagten Kapitals vorhanden sein. Aktuell fehlen noch rund 674 200 Euro.

Mehr als 500 000 hatten sich das Presbyterium und Projektkoordinator Matthias Kleine von einer Stiftung erhofft – damit wäre der Bau sicher gewesen. Aber von dort gab es jetzt eine Absage. Das heißt für die Gemeinde, dass die gesamte fehlende Summe aus Spenden finanziert werden muss.

Nach dem Gottesdienst am Pfingstsonntag informierten Pfarrer Eckart Link, Kleine und Mitglieder des Presbyteriums die Gemeinde über den Stand der Dinge. Es war in jüngster Zeit auch innerhalb der Gemeinde ruhig geworden um das Projekt, während im Hintergrund der Antrag auf Förderung lief. Da sich das nun erledigt hat, soll nun wieder massiv geworben werden. Für den 9. Juli wird von 9.30 bis etwa 16.30 Uhr zu einer Gemeindeversammlung eingeladen, bei der Ideen entwickelt werden sollen, wie an weitere Mittel zu kommen ist.

Denn klar ist: „Wir wollen das Gemeindehaus“, sagte Eckart Link. Das hätten alle Gespräche der vergangenen Tage gezeigt. Auch die Gemeindemitglieder stehen hinter dem Projekt. Viele von ihnen meldeten sich bereits mit Ideen für Spendenaktionen zu Wort – von Sponsorenlauf über Geldgeschenke zu runden Geburtstagen bis hin zur Gewinnung eines Sponsors, der erzielte Spenden um zehn Prozent aufstocken soll.

Auch wenn noch viel Geld fehlt: 75 Prozent der veranschlagten Kosten für den Neubau hat die Gemeinde bereits zusammen – der Traum eines jeden Investors, wie wiederholt betont wurde. „Ich bin positiv überrascht, wie weit wir sind“, war daher auch eine der ersten Reaktionen der Gemeindemitglieder am Sonntag, obwohl sie erfuhren, dass es eine erhoffte halbe Million nicht gibt. „Wo gibt es so eine solide Finanzierung mit Dreiviertel an Eigenkapital? Ich denke, wir sind auf einem guten Weg“ – für diesen Kommentar gab es Beifall. Eine Finanzierung über einen Kredit ist aber für eine Kirchengemeinde ausgeschlossen, erklärte Link. Außerdem wolle man die monatliche Belastung dem Gemeindehaushalt nicht aufbürden, ergänzte Kleine.

Aktuell rechnen die Verantwortlichen mit Gesamtkosten von 2 522 200 Euro. Darin enthalten sind ein „Puffer“ von 210 000 Euro für unerwartete Mehrkosten, 100 000 Euro für den Abriss des alten Gemeindehauses sowie 100 000 Euro an Nebenkosten, beispielsweise für den Projektsteuerer. 1 848 000 Euro hat die Gemeinde bereits zusammen, davon 1,1 Millionen Euro aus Grundstücksverkäufen und rund 317 000 Euro an Spenden. Jeden Monat kommen etwa 3000 Euro an regelmäßigen Spenden hinzu.

Jetzt sollen schon mal die 22 Gewerke ausgeschrieben werden – vorrangig bei Unternehmen aus der Region – um weitere Planungssicherheit bei den Kosten zu bekommen. Die Ausschreibungsunterlagen sind vorbereitet. ▪ gör

Spenden für das Projekt „Glauben leben – Räume schaffen“ können auf das Konto 332940 des Fördervereins der Kreuzkirche bei der Sparkasse Lüdenscheid, BLZ 458 500 05, überwiesen werden, Stichwort „Kreuzkirche 2010“. Weitere Informationen gibt es unter http://www.kreuzkirche-online.de.

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