Kreisjugendorchester spielt preisgekrönte Komposition

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Afrikanische Klänge im Kulturhaus dank der beiden Solisten Patrick Bebey und Piotr Steinhagen.

LÜDENSCHEID ▪ Wieso große Reden schwingen, wenn die Musik Bände sprechen kann? Beim Konzert des Märkischen Kreisjugendblasorchester (KJO) im Lüdenscheider sorgten 70 Nachwuchsmusiker sorgten für Gänsehautschauer und Applaus.

Dazu trug nach einem kraftvollen Auftakt und den beiden Stücken „Machweo“ von James Curnow und „Firmament“ von Rolf Rudin auch das Presiträger-Stück „Mbombela“ aus der Feder des 32-jährigen Andreas Gömmel bei.

Mit der Hommage an Dumisani Maraire (1944-1999), einem weltbekannten Mbira-Spieler aus Zimbabwe, der einen großen musikalischen Einfluss auf Nordamerika hatte, setzte er sich beim Kompositionswettbewerb für Deutsche und Afrikaner durch, der vom Märkischen Kreismusikverband und der Landesgartenschau Hemer 2010 GmbH ausgelobt worden war. Das Stück ist für große sinfonische Blasorchester und zwei Solo-Instrumente: Djembe und Mbira, zwei traditionelle Instrumente aus Afrika, die von den beiden Solisten Patrick Bebey aus Paris (Mbira) und Piotr Steinhagen aus Hamburg (Djembe) gespielt wurden.

„Ich möchte mich beim Kreisjugendorchester bedanken. Es ist eine beeindruckende Erfahrung, wenn im Laufe einer Probe das, was man hört, immer mehr zu dem wird, was man beim Komponieren im Kopf hatte“, sagte Gömmel bei der Preisverleihung durch Landrat Thomas Gemke, der dem KJO selbst schon lange verbunden ist. „Mbombela“ ist Gömmels erstes Orchesterwerk nach kleineren kammermusikalischen Werken. Hauptberuflich arbeitet er an seiner Dissertation über die numerische Beschreibung der menschlichen Stimme an der RWTH Aachen.

Nach der Pause begeisterte das KJO das Publikum mit den wuchtigen Klängen der „Star Wars Suite“ von John Williams, die sich in sechs Themen unterteilte. Allein das Titelthema lässt bis heute erschaudern und ist längst zu einem Klassiker geworden.

Krönender Höhepunkt des Konzertes war die „Suite on Celtic Folk Dances“ von Tomohiro Tatebe, die drei alte irische Volkslieder kunstvoll ineinander verwebt und durch die verschiedensten Traditionen trägt.

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