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Kreishaus-Anbau: Das Millionen-Projekt beginnt

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Von: Julian Witzel

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Der Beginn eines großen Bauprojektes in Lüdenscheid: Die Bagger rissen am Dienstag die Parkdecke des alten Kreishaus-Parkplatzes auf. Der Spatenstich für den neuen Kreishaus-Anbau soll am Donnerstag, 17. Juni, erfolgen. © Julian Witzel

Am Dienstag war es endlich so weit – der Startschuss für die Arbeiten des Lüdenscheider Kreishaus-Anbaus erfolgte in den Morgenstunden. Die Bagger rollten an und rissen die Parkdecke auf dem nunmehr alten Kreishaus-Parkplatz auf.

Lüdenscheid – Am Donnerstag, 17. Juni, will Landrat Marco Voge (CDU) den ersten Spatenstich vollziehen. Der Zeitplan sieht vor, dass der Anbau im Jahr 2023 fertiggestellt sein soll. „Ein genaues Datum für die Fertigstellung haben wir noch nicht. Der Beginn des Innenbaus soll ab Mitte des Jahres 2022 starten“, sagt Kreispressesprecherin Ursula Erkens auf Nachfrage unserer Redaktion.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

Das Bauprojekt sollte ursprünglich bereits im August des vergangenen Jahres in Angriff genommen werden, wurde jedoch mehrfach verschoben. Eine Voraussetzung, damit die Bauarbeiten beginnen konnten, wurde mit der Fertigstellung der neuen Parkpalette an der Heedfelder Straße erst in der vergangenen Woche abgeschlossen.

Kreishaus-Anbau: Trotz Verzögerung im Zeitplan

Die Fertigstellung war eine Voraussetzung für die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes im Bereich der Straße An den Tannen, da nun 80 weitere Parkplätze an anderer Stelle geschaffen wurden. Trotz der Verzögerung liege man im Zeit- und Kostenplan, erklärte Kreissprecherin Erkens bereits vor zwei Wochen.

Zur Einordnung: Die Kosten für den Anbau sowie der Parkpalette liegen bei mindestens 16,5 Millionen Euro (wir berichteten). In ersten Planungen waren noch 11,5 Millionen Euro an Kosten veranschlagt worden. Im Vergleich zur Ursprungsplanung von 2018 hatte sich der Raumbedarf in der Ausländerbehörde erhöht. 39 zusätzliche Arbeitsplätze müssen in dem Erweiterungsbau unterkommen, der nach den neuen Planungen um 1376 Quadratmeter größer ausfallen muss.

Zudem solle die Sicherheit der Mitarbeiter erhöht werden, nachdem die Zahl der „sicherheitsrelevanten Vorkommnisse“ in der Ausländerbehörde weiter gestiegen ist. Dafür wird nun Platz für eine Sicherheitsschleuse eingeplant. Die Mehrkosten für diese Ergänzung des Erweiterungsbaus belaufen sich auf 3,287 Millionen Euro.

Die Entwürfe des Architekten Linus Wortmann (KKW Architekten, Lüdenscheid) sind optisch an des bestehende Kreishaus-Ensemble angelehnt. Aus Kostengründen wird beim Neubau auf eine Natursteinfassade wie beim Altbau verzichtet.

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