Mickie Krause und Co.

Partynacht: Geballte Ladung Schlager begeistert

Mickie Krause, der „wahre König von Mallorca“, kam schon früh auf die Bühne.

LÜDENSCHEID - Ein so umfangreiches Line-up konnten Lorenz Büffel und DJ René, die an den Turntables und am Moderationsmikro das Rahmenprogramm bei der MK-Total-Partynacht bestritten, bei keiner der drei vorangegangenen Veranstaltungen ankündigen. Sieben Acts sorgten für die geballte Ladung Party-Schlager.

Etwas Grippe geschwächt mit 14 anstatt der üblichen 23 Musiker traten die „Amigos“ als Einheizer an. Mit den beiden Sängern Ingo Mettken und Ramona Pröpper sowie einer gewohnt umfangreichen Bläserfraktion gaben die Musiker ein buntes Programm mit Rock- und Pop-Songs von früher und heute zum Besten, darunter Medleys mit Pur-Hits oder den Pop-Klassikern der 90er-Jahre.

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MK-Total Partynacht

Gleich im Anschluss gab sich bereits einer der Top-Stars des Abends die Ehre. Als der „wahre König von Mallorca“ Mickie Krause mit Seventies-Sonnenbrille die Bühne enterte, grölten die Fans in der gut gefüllten Schützenhalle fröhlich „Wir sind solo, scheißegal!“ mit. Zeitweise unterstützte der Lüdenscheider Lokalmatador Falko Ochsenknecht alias „Ole ohne Kohle“, der in seiner Heimatstadt, obwohl er nur einen einzigen Song im Repertoire hat, auch bei seinem späteren Solo-Auftritt gefeiert wurde, den Ballermann-Sänger. Als Schlager-Onkel ein Naturtalent ist DSDS-Entdeckung Norman Langen. Im schwarzen Anzug, mit akkurat gegelten Haaren und Silberkettchen brachte er, perfekt einstudierte Schlagerstar-Posen inklusive, seine Hits wie „Pures Gold“ oder „Ich bin nur einer von Millionen“ zu Gehör. Letzteren Song interpretierte er sogar zweimal, zu Beginn und als Zugabe.

Im Anschluss probierten zwei Künstler aus Lüdenscheid das Feedback beim Publikum in ihrer Heimatstadt aus. Falko Ochsenknecht, bekannt aus der Reality-Soap „Berlin Tag und Nacht“, stürmte mit seinem bislang einzigen Hit „Ich bin kein Model, und kein Superstar“ die Bühne, und sang nach frenetischem Applaus mangels Alternativen das Gleiche noch einmal. Das gerade mal zehn Minuten andauernde Gastspiel bescherte ihm beim anschließenden Autogrammeschreiben jedoch unglaublichen Zulauf und brachte den frisch gebackenen Stern am Schlagerhimmel mächtig ins Schwitzen. Obwohl Marty Kessler, ebenfalls Lüdenscheider, schon seit mehr als 20 Jahren im Musikgeschäft ist, machte er erstmals mit seiner aktuellen CD „Vorbei ist nie vorbei“ als Partyschlager-Sänger auf sich aufmerksam. Mit der gleichnamigen Single und weiteren eingängigen Songs („Die Bombe tickt“) konnte er viele der Schlagerfans in der Schützenhalle überzeugen.

Den mitreißendsten Auftritt hatte jedoch ohne Zweifel Latin-Dance-Pop-Queen „Loona“, die nicht nur auf der Bühne Party machte, sondern auch ausgiebig auf Tuchfühlung mit ihren Fans ging. Schnell fand die Sängerin den Weg in den Bühnengraben, kletterte über die Absperrungen und ließ sich singend von einem Fan durch die Menschenmenge tragen. Wer später ein Autogramm von Loona wollte, hatte gute Chancen, eines zu bekommen, denn die Künstlerin nahm sich viel Zeit und hatte für jeden ein Lächeln und ein freundliches Wort übrig. Party auf der Bühne machte die Künstlerin, unterstützt von attraktiven Tänzerinnen, natürlich auch. Diese energiegeladene, sympathische und rundum gelungene Vorstellung begeisterte die Latin-Pop-Fans und überdeckte den Umstand, dass viele von Loonas neueren Songs nicht mehr ganz das Hit-Potential ihres größten Erfolges „Bailando“ haben (der natürlich ebenfalls nicht fehlen durfte). Und dann war da noch „der Wendler“, der bei inzwischen gefühlten 50 Grad in der Schützenhalle einen spektakulären Schlusspunkt unter das prall gefüllte Party-Schlager-Programm setzte. „Macht euren Schlagerfuzzi fertig!“ rief Wendler fröhlich seinen Fans entgegen, doch dazu hatten die Lüdenscheider bei der schweißtreibenden Show des oft als schwierig geltenden Künstlers an diesem Abend keinen Grund. Vergnügt sangen die auch nach fünf Stunden noch nicht im geringsten Partygeschwächten Schlagerfans Gassenhauer wie „Sie liebt den DJ“ oder „Wenn alle Stricke reißen“ mit. Optisch wurde der Schlagerstar von einer heißen Tänzerinnen-Truppe unterstützt.

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