Neues Zahlenwerk bezieht sich auf mehr als 1000 Personen

Hilferuf aus dem Rathaus: Krankheitstage verdoppelt, Hinweise auf Überlastung

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Symbolfoto

Lüdenscheid – Fast doppelt so viele Krankheitstage als noch vor fünf Jahren und mehrere Hinweise auf Überlastung in verschiedenen Fachbereichen der Stadtverwaltung - darauf will die Politik nun reagieren...

Der Krankenstand in der Stadtverwaltung hat sich in den vergangenen fünf Jahren beinahe verdoppelt: Gab es 2015 noch 15.257 Kalenderfehltage, fielen Mitarbeiter aller Fachbereiche im Jahr 2019 an insgesamt 24.599 Tage aus.

Die Berechnungen beziehen sich auf die Mitarbeiter der Stadt ohne den STL (Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb). Dazu gehören alle Kindertagesstätten, die Feuerwehr und alle Fachdienste - insgesamt rund 1020 Personen.

Die Zahlen gab die Stadtverwaltung nach einer Anfrage der CDU-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses bekannt. Und das war nicht alles: In 2019 meldeten demnach vier Fachbereiche eine Überlastung, über das Jahr verteilt insgesamt zehn Mal. 

"Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen"

Mit einem gemeinsamen Antrag wollen die Fraktionen nun einen „Schritt auf die Belegschaft zugehen“ und fordern ein Personalentwicklungskonzept zur „Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen, Steigerung des Wohlbefindens und der Motivation, [...] Steigerung der Effizienz von Arbeitsabläufen [...] und vor allem Verringerung von krankheitsbedingten Ausfällen und unzufriedenheitsbedingter Abwanderung“. 

Als positiv bewerteten die Fraktionsmitglieder, dass für eine Befragung aller Beschäftigten externes Personal bestellt werden soll. Auch wenn es „schlimm ist, dass man dafür einen Antrag stellen muss“, sagte CDU-Vorsitzender Oliver Fröhling mit Verweis auf die Personalsituation. 

"Es besteht Handlungsbedarf!"

Ebenfalls über einen externen Dienstleister soll bis möglichst Ende Juni 2020 für jeden Bereich der Stadtverwaltung eine Gefährdungsanalyse inklusive einer Beurteilung hinsichtlich psychischer Belastungen durchgeführt werden. Im März soll es dazu einen Zwischenstand geben. 

Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder auch für den Stellenplan für das Haushaltsjahr 2020 aus. Doch „trotz der Stellenausweitungen der letzten Jahre erfährt die Mehrheit der Belegschaft gefühlt keine Entlastung. Wie kommt das?“, wird der Personalrat in dem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen zitiert. „Es besteht also Handlungsbedarf!“

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