Landschaftsbalkon gekippt

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Das Hinweisschild am Bahnhof muss überarbeitet werden. Der Landschaftsbalkon kommt nicht.

Lüdenscheid - Der eigentlich geplante „Landschaftsbalkon“ an der Mathildenstraße wird nicht errichtet. Er fällt aus dem Maßnahmenpaket des Regionale-Projekts der Denkfabrik heraus. Die eingesparten Mittel von 117 000 Euro werden an anderer Stelle benötigt.

Ebenfalls auf der Streichliste steht die Herstellung verschiedener Wegebeziehungen.185 000 Euro spart man mit dem Verzicht auf einen Fußweg von der Phänomenta unterhalb des CVJM-Heims, der in die Mathildenstraße münden sollte. In der Ausführung wären Balkon wie auch die Verbindung erheblich teurer geworden, habe sich bei der Planung herausgestellt, so Rüdiger Rohmann aus dem Fachbereich Bauen und Planen. Auch ein Weg zwischen Karolinen- und Lutherstraße soll nicht wie vorgesehen gebaut werden.

Die Kosten sämtlicher Einzelmaßnahmen seien inzwischen sicher hinterlegt. Bei der Berücksichtigung von Minderausgaben und Kostenmehrungen ist die Balance gelungen: In der Endabrechnung stehen sich die Posten ausgeglichen gegenüber. Man bleibe 766 Euro unter den Kosten. Jeweils etwa 1,6 Millionen Euro an Mehrausgaben steht der gleiche Betrag an Minderung gegenüber.

Insgesamt geht es beim Projekt der Denkfabrik um ein Volumen von rund 21 Millionen Euro. Für diese Summe gibt es aber keinen einzelnen Förderbescheid über den Gesamtbetrag. Vielmehr wird er aufgeteilt auf vier Einzelbescheide für den Zeitraum jeweils eines Jahres. Für jeden Zeitraum bleiben der Stadt vier Jahre, um die Maßnahmen umzusetzen und sie abzurechnen.

Während man innerhalb der ersten Bescheide noch davon ausgehen konnte, dass man Mehr- und Minderausgaben auch zwischen mehreren Bescheiden verrechnen durfte, habe sich die Praxis seit diesem Jahr verändert, beschreibt Rohmann das neu aufgetauchte Problem. Dafür sei in vorläufigen Gesprächen mit der Bezirksregierung die Möglichkeit in Aussicht gestellt worden, trotzdem zwischen zwei Bescheiden Ausgaben gegenrechnen zu können, nämlich zwischen den eigentlich unterschiedlichen für den Brückenbau und weitere Maßnahmen aus dem Jahr 2011 und dem folgenden Bescheid für 2012 für die Aufwertung des Brückenumfeldes. Hier sei ein direkter baulicher Zusammenhang gegeben, so dass der finanzielle Ausgleich ausnahmsweise möglich sei, heißt es in der Beschlussvorlage für den Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt am Mittwoch, 19. August, um 17 Uhr im Ratssaal. Die Sitzung ist öffentlich.

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