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Kostal-Schließungen: „Das falsche Signal für die Region“

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Von: Thomas Machatzke

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Kostal in Lüdenscheid Gebäude und Blumen
Das am Mittwochmorgen verkündete Aus für die drei Produktionsstandorte der Kostal Automobil Elektrik in Lüdenscheid, Meinerzhagen und Halver hat für Bestürzung in der Region gesorgt. © Cornelius Popovici

Das am Mittwochmorgen verkündete Aus für die drei Produktionsstandorte der Kostal Automobil Elektrik (KAE) in Lüdenscheid, Meinerzhagen und Halver hat für Bestürzung in der Region gesorgt.

Lüdenscheid – „Das ist ein schwerer Schlag für die Standorte Lüdenscheid, Meinerzhagen und Halver sowie für die ganze Region“, äußerte sich Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer.

Die Entscheidung von Kostal habe nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf gute Arbeitsplätze vor Ort, sondern gegebenenfalls auch auf die Produktion anderer Automobilzulieferer in der Region. In der aktuellen Situation sei es nun die Aufgabe aller Beteiligten – Geschäftsführung, Betriebsrat und IG Metall –, in kritischen Gesprächen alles zu tun, um Lösungen für die betroffenen Menschen und Familien zu finden.

„Das erwarte ich vom größten und wichtigsten Arbeitgeber in Lüdenscheid, dessen Wurzeln in dieser Stadt liegen“, erklärte Wagemeyer.

Kostal-Schließungen: „Das falsche Signal für die Region“

Im Hinblick auf die Entwicklung appelliert Wagemeyer an das Land NRW und die Bundesregierung, den Blick ab sofort noch stärker auf Lüdenscheid und die Region Südwestfalen zu richten.

„Wir sind eine der wichtigsten und produktivsten Industrie- und Wirtschaftsregionen Deutschlands. Und wir befinden uns vor allem angesichts der Vollsperrung der A45 in einer wahnsinnig schwierigen Lage. Deshalb braucht es jetzt Unterstützung und Hilfe, wo es nur geht – und zwar so schnell, so umfassend und bitte auch so unbürokratisch wie möglich. Es geht um unsere Zukunft.“

Der Lüdenscheider CDU-Chef und Landtagsabgeordnete Ralf Schwarzkopf hörte die schlimme Nachricht auf einer USA-Reise. „Das ist der Hammer“, stellte der Unternehmer, der Andreas Kostal schon lange gut kennt, fest.

„Meine Gedanken sind bei den Mitarbeitern, die ihren Job verlieren. Für sie ist es ganz schlimm, und für die Region ist es auch ganz schlimm. Ich hoffe, dass hier die Tarifparteien gute Lösungen finden. Die geschäftlichen Dinge kann ich nicht bewerten, aber eins ist klar: Nach Corona, Ukraine-Krieg und Brückensperrung ist das genau das falsche Signal für die gesamte Region.“

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