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Kostal schafft 360 neue Arbeitsplätze in neuem Land

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Von: Thomas Machatzke

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 Der Stammsitz der Kostal-Gruppe ist an der Bellmerei in Lüdenscheid.
Von der Bellmerei, dem Stammsitz der Kostal-Gruppe in Lüdenscheid, gehen die Blicke nun auch nach Ungarn. Die Kostal-gruppe eröffnet in Budapest ein neues Werk mit 360 Arbeitsplätzen. © Henrik Wiemer

Die Kostal-Gruppe agiert weltweit. Nun kommen 360 neue Kostal-Mitarbeiter an einem neuen Standort in einem für das Lüdenscheider Unternehmen neuen Land hinzu.

Lüdenscheid - Von der Konzernzentrale der Leopold Kostal GmbH & Co KG in Lüdenscheid schauen die Verantwortlichen schon lange in alle Welt: Die Konzernmutter der Kostal-Gruppe, Stammsitz Lüdenscheid, agiert an 46 Standorten in 20 Ländern, mit rund 18 500 Mitarbeitern – weltweit eben. Nun kommen 360 neue Kostal-Mitarbeiter an einem neuen Standort in einem für Kostal neuen Land dazu: Die Kostal-Gruppe ist nun auch mit einem Werk in der ungarischen Metropole Budapest vertreten.

„In Ungarn entstehen den Plänen nach 360 neue Arbeitsplätze, informierte Geschäftsführer Andreas Kostal. Für künftige Mitarbeiter startet die Kostal Global Business Services Kft. ein Ausbildungsprogramm im Wert von 1,15 Milliarden Forint. Dafür gewährt der Staat Förderungen in Höhe von 570 Millionen Forint, ergänzte Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó bei der Ankündigung der Investition am Dienstag.“ So berichtete die Budapester Zeitung Ende Mai über den neuen, gern gesehenen Gast. Ein Euro entspricht 0,0026 Forint. 1,15 Milliarden Forint sind also knapp 300 Millionen Euro. Die Budapester Zeitung schreibt weiter: „Deutschland ist weiterhin der größte Handelspartner Ungarns. Der bilaterale Handelsverkehr erzielte im vergangenen Jahr einen Rekordwert von fast 60 Milliarden Euro, davon entfielen 32 Milliarden Euro auf ungarische Exporte. Und die Dynamik setzt sich fort, denn das bilaterale Handelsvolumen ist in den ersten beiden Monaten dieses Jahres um weitere zwölf Prozent gewachsen.“

So weit die Ungarn. Und was sagt die Konzernmutter in Lüdenscheid? „Es handelt sich bei der Neueröffnung namens Kostal Business Services in Budapest/Ungarn nicht um ein Produktionswerk, sondern um ein Shared Service Center“, erklärt Georg Exler, der bei Kostal für die Unternehmenskommunikation zuständig ist. „Kostal strebt eine Größenordnung von 360 Mitarbeitenden für dieses Center in Budapest an. Die Aufgaben des KBS liegen vornehmlich in administrativen Tätigkeiten für die Kostal-Gruppe.“

Arbeitsplätze ausgeschrieben

Wer auf die Homepage des neuen Unternehmens (kostalhungary.com) schaut, der findet dort auch eine Stellenbörse – vor allem Arbeitsplätze im Bereich der Finanzen und noch stärker IT-Arbeitsplätze sind hier ausgeschrieben. Ist die Eröffnung des Werks auch eine Reaktion auf die Folgen des Ukraine-Krieges, um ersatzweise Stätten für die Werke rund um Kiew zu schaffen, oder völlig unabhängig davon? Georg Exler verneint dies. „Die Einrichtung und Eröffnung des KBS in Budapest ist vollkommen unabhängig vom Ukraine-Krieg und dessen Folgen.“

Auch die Internetseite evertiq.de – Spezialist für Online-Nachrichten für die europäische Elektronikbranche und ihre Zulieferer – hat zuletzt über den neuen Kostal-Firmenstandort berichtet. „Die neue Niederlassung soll die bestehenden Aktivitäten der Gruppe in Europa und auf der ganzen Welt unterstützen und ermöglichen“, hat die Kostal-Gruppe dem Branchenführer Evertiq Auskunft gegeben. Weiter heißt es: „Das kontinuierlich wachsende Unternehmen sei entschlossen, den nächsten Schritt nach vorne zu machen, indem es sein erstes globales multifunktionales Business Service Center einrichtet, das eine breite Palette von Dienstleistungen, einschließlich IT, Finanzen, Vertrieb, Personal und Logistik, unter einem Dach vereinen soll. Die Idee sei, das Kerngeschäft auf kundenorientierte Funktionen zu konzentrieren.“

Auch der Vorsitzende der Kostal-Gruppe, Andreas Kostal, äußerte sich gegenüber Evertiq: „Wir haben uns für diese Investition für Ungarn entschieden, nicht nur weil wir glauben, dass die ungarische Kultur gut zu unseren Werten passt, sondern auch, weil wir Ungarn für eine Talentschmiede halten.“

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