Kostal-Pläne für Timberg in der Diskussion

LÜDENSCHEID ▪ Gespräche vor Protest, Interessenausgleich vor Streit: Mit Bekanntwerden der großformatigen Baupläne der Firma Kostal für das Gewerbegebiet Timberg – wir berichteten – wollen sich Vertreter des Unternehmens und der Stadt mit Anwohnern des Stadtteils Wettringhof am 6. April über das Projekt austauschen. Kostal plant neben dem ehemaligen Firmengebäude von P & C den Bau eines 26 Meter hohen Lagers.

In der Politik ist das Vorhaben bereits auf Gegenliebe gestoßen. Bürgermeister Dieter Dzewas freute sich im Sommer 2010 darüber, dass Kostal offenbar mit dem Standort Lüdenscheid zu frieden sei. Das sei „ein Stück Anerkennung“ für die Stadt.

Die Bürger verfolgen die aktuelle Entwicklung zwar weniger euphorisch, steigen derzeit aber auch nicht auf die Barrikaden. Die Sprecherin der Bürgerinitiative zum Schutz der Brunscheider Höhen, Ulrike Rohlmann, erklärte gestern: „Wichtig ist erst einmal, dass das gute Klima erhalten bleibt.“ Sie sei von der Stadt und der Firma Kostal über die Baupläne unterrichtet worden und werde ihrerseits die betroffenen Anlieger in der Versammlung auf den neuesten Stand bringen.

Dabei setzt die Lehrerin und Naturschützerin einerseits auf Konsens. „Es ist ja prinzipiell positiv, dass ein heimisches Unternehmen hier Arbeitsplätze sichert.“ Andererseits erinnerte sie gestern an Versprechen, die die Verantwortlichen vor der Bebauung des Timbergs gegeben, aber noch nicht eingelöst hätten. „Ein Fußweg wird uns schon seit Jahr und Tag versprochen. Es ist außerordentlich gefährlich, wenn Kinder an der Landstraße entlang laufen müssen.“ Aber wenn Kostal sich an den gültigen Bebauungsplan halte, „dann ist das in Ordnung“.

Die Bürgerversammlung findet am 6. April um 19.30 Uhr im jugendtreff Wettringhof statt.

omo

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