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Weltkonzern aus MK: Kostal liefert Komponenten für Tesla 3 

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Von: Jutta Rudewig

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Eine Reihe von Tesla-Wagen steht auf einem Parkplatz.
Eine Reihe von Tesla-Wagen steht auf einem Parkplatz. © John G. Mabanglo/dpa

Nicht alle Zuliefererbetriebe in der Region sind gleichermaßen von der Krise der großen Automobilhersteller betroffen. Eine Studie der Fachhochschule Dortmund für das Handelsblatt hat untersucht, welche Zulieferer aus dem deutschsprachigen Raum Komponenten für das erfolgreichste E-Auto der Welt, den Tesla 3, produzieren. Mit dabei ist mit Kostal auch ein Lüdenscheider Weltkonzern.

Lüdenscheid – Tesla gibt sich in Bezug auf die Zulieferer verschlossen, kaum einmal dringt etwas nach draußen. Studienautor Prof. Dr. Jan-Philipp Büchler gelang es dennoch, 50 Unternehmen zu identifizieren, deren Produkte im Tesla 3 verbaut sind. Darunter befinden sich neben neun Weltmarktführern auch 41 sogenannte Hidden Champions, die ihren Sitz zwischen Schwarzwald und Ostwestfalen haben.

Firmensitz Kostal
Kostal produziert die Onboard-Ladesysteme für den Tesla 3, inzwischen aber auch für viele weitere große Automarken.  © Henrik Wiemer

Aus der heimischen Region ist die Leopold Kostal GmbH & Co. KG dabei. Kostal produziert die Onboard-Ladesysteme für den Tesla 3, inzwischen aber auch für viele weitere große Automarken. Rund 1,2 Millionen dieser Systeme sind inzwischen weltweit in E-Autos verbaut.

Damit ist Kostal einer der führenden Hersteller bei den für Reichweite und Betriebssicherheit von E-Autos entscheidenden Komponenten. Besonderes Augenmerk legt der heimische Konzern auf die Cybersicherheit der Komponenten.

Sechs E-Auto Ladestationen der Firma Tesla.
Tesla möchte künftig nicht nur E-Autos, sondern ganze Haushalte mit Strom versorgen. © Jens Büttner/picture alliance/dpa-Zentralbild/dpa

Aktuell entwickelt die Kostal Industrie Elektrik GmbH einem Medienbericht zufolge eine Wallbox, mit der das E-Auto in der Garage als dezentraler Speicher für erneuerbare Energien eingesetzt werden kann. Bei Bedarf wird dabei der Strom aus der Batterie im E-Auto ans Stromnetz abgegeben, um das öffentliche Stromnetz stabil zu halten. „Bidirektionales Lademanagement“ heißt das Projekt, das vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird.

Ladestecker von der Phoenix Contact GmbH & Co. KG

Neben Kostal liefern laut der Dortmunder Tesla-Studie auch weitere Firmen mit Verbindungen in die Region Teile für den Tesla 3. So stammt der Ladestecker von der Phoenix Contact GmbH & Co. KG, die mit der Phönix Feinbau GmbH & Co. KG auch einen Standort in Lüdenscheid hat. Lager und Getriebe des Tesla kommen von der Schaeffler AG, deren Tochter – die Schaeffler Engineering GmbH – in Werdohl ansässig ist.

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