Kostal konzentriert Standorte der Kontakt Systeme GmbH

Geschäftsführer Siegfried Hauptenbuchner (li.) und Produktionsleiter Wolfgang Becker (re.) führten die Besucher durch den Betrieb.

Lüdenscheid - Die Tage des Kostal-Standorts an der Wiesenstraße sind gezählt: Bis Anfang 2017 werden die Abteilungen Entwicklung und Labor der Kontakt Systeme GmbH in einen Neubau am Timberg umziehen.

Das teilte Geschäftsführer Siegfried Hauptenbuchner am Dienstag mit, als der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider und Mitglieder der CDU-Fraktion die Firmenzentrale der Kostal Kontakt Systeme am Timberg besuchten.

Die Kostal-Unternehmensgruppe beschäftigt in den Geschäftsbereichen Automobil Elektrik, Industrie Elektrik, Kontakt Systeme, Prüftechnik (Soma) und Solar Electric an weltweit 38 Standorten in 17 Ländern auf drei Kontinenten zurzeit 16 340 Mitarbeiter, erfuhr die Besuchergruppe. Seit 2012 ist der Sitz des Kontakt Systeme am Timberg. Ohne Steckverbindungen geht nichts in der Automobilbranche. Das erkannte das Familienunternehmen schon frühzeitig und gehört zu den ältesten Steckverbindungsherstellern der Welt. Wie sehr die Entwicklung im Lauf der Jahrzehnte vorangeschritten ist, machte Siegfried Hauptenbuchner an einem Beispiel deutlich: So seien in einem Audi A 1,9 Kilometer Kabel verlegt, an denen 2073 Kontakte angeschlossen seien. In den Abteilungen Entwicklung, Labor, Produktion und Vertrieb waren 2014 in Europa, Amerika und Asien rund 1200 Mitarbeiter beschäftigt. „Ende des Jahres werden es rund 1300 sein“, meinte der Geschäftsführer. Ein Kompetenzzentrum befindet sich in Dresden, wo immer wieder neue Ideen entwickelt werden. 360 Millionen Euro Umsatz stehen für 2014 zu Buche, im laufenden Jahr werden 380 Millionen Euro erwartet. Weltmarktführer sei Kostal in der Sparte Steckverbindungen in Automatikgetrieben. Rund vier Milliarden Kontakte werden am Standort Lüdenscheid hergestellt, „und zwar in Null-Fehler-Qualität“, worauf man besonders stolz sei.

Ein wesentlicher Baustein dafür ist die Rückverfolgbarkeit von Produkten. „Wir haben dafür eine Laser-Kennzeichnung von Kontakten entwickelt, einen QR-Code, der den Lebenslauf des Kontaktsystems beinhaltet“, sagt Produktionsleiter Wolfgang Becker, der die Führung durch den Betrieb übernahm. Nur mit einer lückenlosen Erfassung aller wichtigen Prozessdaten der Bauteile lasse sich diese Qualität bei den hohen Stückzahlen erreichen. Auch vom imposanten Hochregallager zeigten sich die CDU-Besucher beeindruckt – hochautomatisierte Prozesse überall. „Bei den komplexen Abläufen und Anforderungen ist das gar nicht anders möglich“, betonte Friedrich Hauptenbuchner.

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