Puppenbühne bringt Märchen in deutscher und türkischer Sprache auf die Bühne

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Die Karawane auf dem Weg zur Stadt – Puppenspielerin Marianne Schoppan.

Lüdenscheid - „bir, iki, üç dört...“ – dass Marianne Schoppan vom gleichnamigen Puppentheater aus Kassel in türkischer Sprache zählte, fiel kaum auf, als das Puppenmädchen Ayse mit ihrem Kaninchen Verstecken spielte. Im voll besetzten Saal der Stadtbücherei verfolgten die kleinen Gäste am Freitagnachmittag aufmerksam das Bühnengeschehen.

Auf Einladung der Volkshochschule Lüdenscheid und der Stadtbücherei war die Kasseler Puppenbühne nach Lüdenscheid gekommen. Spezialisiert hat sich Marianne Schoppan auf interkulturelles Theater. Sie hat lange und intensiv mit türkischen Musikern und Künstlern zusammengearbeitet. Das Stück „Die verliebte Wolke“ stammt aus der Feder des türkische Dichters und Dramatikers Nâzim Hikmet. Er gilt als Begründer der modernen türkischen Lyrik.

Der Schwerpunkt des Stückes lag neben liebenswerten Figuren und einer einfachen Geschichte auf der Vermittlung einer anderen Kultur. Die Inszenierung zielte auf die Vorteile ab, die zweisprachig aufwachsende Kinder genießen. Aber auch die deutschsprachigen Kinder im Saal hatten kein Problem damit, der Handlung zu folgen. Geschickt wob die Puppenspielerin türkische Sätze in die überwiegend deutsche Bühnensprache mit ein, als sie das Mädchen Ayse in ihrem Garten vorstellte.

Die Aussagen des türkischen Märchens selbst waren ebenso zeit- wie grenzenlos.

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