Collagen aus Kompositionen

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Erika (links), Friedrich und Christa Radermacher ernteten im Kammermusiksaal viel Beifall.

Lüdenscheid - Schier aus den Nähten platzte der Kammermusiksaal der Musikschule bei der musikalischen Matinee anlässlich des 90. Geburtstages des Komponisten Friedrich Radermacher. Ein verdichtetes, anspruchsvolles Programm, hohe Anforderungen an die ausführenden Musikerinnen und starke solistische Leistungen kennzeichnete diese Matinee.

„Eins plus Eins“ lautete das programmatische Motto dieses Konzertes, bei dem dreifach Radermacher erklang. Christa Radermacher (Cello) und Erika Radermacher (Klavier) bestritten den Vormittag der musikalischen Begegnung. In drei Blöcken kam es zu einem Miteinander der Musik Friedrich Radermachers mit jener Bachs, Haydns und Mendelssohn-Bartholdys. Cellistin Christa Radermacher war beim Üben einer für sie geschriebenen Suite für Violoncello solo auf die Idee gekommen, Suiten von Bach und Radermacher collagenartig zu einer Suite zusammen zu führen. Dies nahm Erika Radermacher vor, und Cellistin Christa spielte sich mit zunehmender Dauer in strahlende Form. Dieses hohe Niveau legte Erika Radermacher am Piano bei „Haydn und Radermacher“ ebenfalls mit virtuoser Leichtigkeit an den Tag. Gemeinsam bestritten beide das Aufeinandertreffen der Komponisten Mendelssohn-Bartholdy und Radermacher. Diese musikalische Begegnung über Zeiten hinweg machte nicht nur wegen glänzender solistischer Leistungen Spaß. Da war nicht immer gleich alles so ersichtlich, wie es schien. Da schälten sich dann doch Akkordfolgen und Melodik der Gegenwart heraus, zeigten sich Form- und Stilfreude Radermachers auf höchst eindrucksvolle Weise. Dies befanden auch die Zuhörer dieser Matinee, spendeten reichlich Beifall für ein außergewöhnliches Konzert. - usc

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