Kontrollen an Feuerwehrzufahrten

Kontrollen an Feuerwehrzufahrten

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Ständiges Ärgernis nicht nur am Nattenberg-Stadion: Rettungszufahrten und Aufstellflächen werden aus Bequemlichkeit zugeparkt. Jetzt will die Stadt darauf massiv reagieren.

Lüdenscheid - Die Stadt plant ein rigoroseres Vorgehen gegen Autofahrer, die Rettungswege zuparken.

Eigentlich kaum nachvollziehbar – aber leider fast täglich Realität: Immer öfter behinderten falsch parkende oder haltende Kraftfahrzeuge die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes auf ihrem Weg zum Einsatzort. Dieses Verhalten führe oft zu Verzögerungen. Kostbare Zeit gehe für die Hilfe benötigenden Menschen verloren.

„Es ist ein ständiges Ärgernis, dass immer wieder enge Straßen so zugeparkt werden, dass ein Rettungswagen mit Mühe und Not durchkommt und auch die Feuerwehrzufahrten immer wieder als Parkfläche genutzt werden“, so Thomas Ruschin, Fachbereichsleiter für den Bereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung. „Deshalb wird das Ordnungsamt in der nächsten Zeit schwerpunktmäßig in diesem Bereich tätig werden. Insbesondere die Feuerwehrzufahrten werden dabei im Fokus der Kontrollen stehen. Dort parkende Pkw werden dann konsequent abgeschleppt.“

Die Behinderung von Einsatzfahrzeugen kann unterschiedliche Konsequenzen haben. Die Spannweite reicht von der Ahndung des Verkehrsverstoßes im Flensburger Punktebereich bis hin zum Strafbestand der Nötigung gemäß § 240 Strafgesetzbuch. Der schlimmste Fall für Falschparker kann aber auch der Tatbestand nach § 222 StGB wegen fahrlässiger Tötung sein. Jedem müsse klar sein: Über die Zufahrten sollen Leben gerettet werden.

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