Nach Kontrolle in Lüdenscheid

Doppel-Apfel und Sucuk-Minze: Was der Zoll in Shisha-Bars so alles entdeckt 

+
Shisha

Lüdenscheid - 250 Shisha-Bars gibt es im Gebiet des Hauptzollamts Dortmund. Jetzt wurde auch in Lüdenscheid kontrolliert. Eine Zollbeamtin berichtet. 

Das Hauptzollamt Dortmund hat am späten Donnerstagabend zwei Shisha-Bars in Lüdenscheid kontrolliert und insgesamt zehn Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifen-Tabak beschlagnahmt. Es wurden zwei Bußgeldverfahren eingeleitet. 

Zehn Kilogramm unversteuerten Tabak beschlagnahmt

Aus Gründen des Steuergeheimnisses machte Andrea Münch, Sprecherin des Zollamts Dortmund, keine Angaben, ob und wie sich Tabakmenge und Bußgeldverfahren auf die zwei Shisha-Bars verteilen. 

Immer wieder finden die Zollbeamten unversteuerten Wasserpfeifentabak.

Am Freitag hatte der Zoll noch von drei überprüften Einrichtungen gesprochen. Bei zwei Bars stellte sich aber im Nachhinein heraus, dass sie zusammengehören, erklärte Zoll-Sprecherin Münch. Vier Beamten führten die Kontrollen durch. Der laufende Betrieb sollte nicht beeinträchtigt werden. Dennoch bekamen Gäste den Auftritt des Zolls mit. 

Nach ihren Kontrollen in Hagen und Iserlohn waren die Beamten erst kurz vor Mitternacht in Lüdenscheid eingetroffen. Der beschlagnahmte Tabak wird als Beweismittel eingelagert und anschließend in einer Müllverbrennungsanlage vernichtet. Bei ihren Kontrollen wird laut Zollsprecherin die Geschmacksrichtung Doppel-Apfel am häufigsten beschlagnahmt, gefolgt von verschiedenen Frucht-Aromen. Es wurden aber auch schon ausgefallenere Sorten wie Sucuk-Minze gefunden.

Bußgeldrahmen wird fast nie ausgereizt 

Verbotenerweise wurde der Tabak auch in Lüdenscheid portionsweise ausgegeben. Erlaubt ist nur die Ausgabe von verschlossenen Packungen. Die Betreiber müssen sich nun auf ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro wegen des unversteuerten Tabaks einstellen. In der Praxis werden niedrigere Bußgelder fällig, sagt Andrea Münch. „Wir haben festgestellt, dass es bei Bußgeldern über 2.000 Euro fast immer einen Betreiberwechsel gibt“, sagt die Zollsprecherin. In diesen Fällen geht der Fiskus leer aus. 

Kontrolliert wurde auch auf Schwarzarbeit. Dazu gab es in Lüdenscheid aber keine Erkenntnisse.

Wasserpfeife fällt nicht unter Nichtraucherschutzgesetz

Das städtische Ordnungsamt war nicht vor Ort, kontrolliert die Bars aber im Rahmen der Gewerbeaufsicht. Auch für Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz ist es zuständig. Wasserpfeifen fielen nach Angaben von Stadt-Sprecherin Marit Schulte aber nicht unter die Bestimmungen des Nichtraucherschutzgesetzes.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare