Nach jahrelangen Querelen

Sportplatz-Streit am SOS-Kinderdorf: Es gibt eine Lösung

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Ein unbeschwertes Nebeneinander ist am SOS-Kinderdorf in Sicht.

Lüdenscheid – Der Streit schwelte schon ein paar Jahre. Doch irgendwann reichte es Christel und Dieter Opitz. Keinen Tag länger wollten sie sich damit abfinden, dass vom Sportplatz des SOS-Kinderdorfs Sauerland aus, Fußbälle, kaputtes Spielzeug und immer wieder auch Steine auf ihr Grundstück geschmissen wurden.

„Das ist doch lebensgefährlich“, schimpften sie vor ein paar Wochen gegenüber den LN. Immer wieder beschwerte sich das Ehepaar bei den Leitern des SOS-Kinderdorfes doch irgendwann schienen Gespräche zur Lösung der Probleme, nicht mehr möglich.

„Wir wussten keinen anderen Weg mehr als uns an die Zeitung zu wenden“, erinnert sich Christel Opitz. Nach dem LN-Artikel kam Bewegung in den Nachbarschaftsstreit. „Wir wurden Anfang Juni zu einem Gespräch mit den Leitern der Einrichtung eingeladen“, erzählt Opitz.

Das Gespräch sei außerordentlich friedlich verlaufen, wobei jede Seite noch einmal Gelegenheit bekam, seinen Standpunkt darzulegen. „Wir wollen nach vorne sehen“, sagt Opitz und betont, dass dies auch von der Einrichtungsleitung so geäußert wurde. Und so sieht es auch Katrin Ziegast, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Kinderdorfes Sauerland. „Wir sind in einem Dialog für ein langfristiges, gutes Miteinander“, sagt sie.

Erste Ergebnisse der konstruktiven Gespräche gibt es jetzt schon. Regelmäßige Treffen und die Zusage, einen Tag in der Woche den Sportplatz nicht zu nutzen, gehören dazu. Christel und Dieter Opitz sind zufrieden mit den Ergebnissen. „Wir hoffen natürlich, dass das lange anhält“, sagen sie. Die Chancen dafür stehen gut. Denn seit den Gesprächen mit dem SOS-Kinderdorf ist es zu keinem Zwischenfall mehr bekommen.

„Jetzt sind generell weniger Kinder zeitgleich auf dem Platz, und es ist auch immer ein Betreuer dabei“, hat Christel Opitz beobachtet. „Es passiert etwas“, weiß auch Katrin Ziegast. Am Montag nun soll der Sportplatz-Streit endgültig beigelegt werden. „Wir sind von den Kindern und den Mitarbeitern zum Kaffee eingeladen worden“, erzählt Opitz. „Über diese Einladung haben wir uns wirklich sehr gefreut.“

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