Zehra Kayis neue Vorsitzende

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Der neue Integrationsrat mit der Vorsitzenden Zehra Kayis (3.v.li.) sowie den Stellvertretern Evangelos Karavasilis, Sotirios Bulis, Nesrin Emektar, Sandra Manß und Faruk Ince (v.li.). - Fotos: Messy

Lüdenscheid - Noch zaghaft und mit verständlichem, leichtem Lampenfieber leitete am Donnerstag Zehra Kayis als neue Vorsitzende die konstituierende Sitzung des Integrationsrates. Einstimmig wurde die Ditip-Kandidatin gewählt.

Ihre fünf Stellvertreter sind Sotirios Bulis (Wir für Lüdenscheid/CDU), Sandra Manß (Internationale Liste der SPD), Faruk Ince (Einzelbewerber), Nesrin Emektar (Ditip) und Evangelos Karavasilis (Nea Demokratia/CDU).

Bürgermeister Dieter Dzewas appellierte an die Mitglieder des Gremiums, ihre Mitspracherechte zu nutzen und sich in den verschiedenen Ausschüssen mit eigenständigen Positionen einzubringen, auch wenn es einmal nicht so gut läuft: „Ich bin seit 1984 in der Kommunalpolitik tätig, und ich kann ihnen versichern: Ich habe auch manchmal Frust geschoben. Aber das gehört auch dazu.“ Optimal wäre es sicherlich, wenn es ein kommunales Wahlrecht für lang hier lebende Ausländer gebe, meinte er, was auf einmütigen Applaus stieß.

Dieter Dzewas hatte auch drei Geschenke dabei: Jeweils ein LN-Buch – „111 Dinge, die man in Lüdenscheid gemacht haben sollte“ – überreichte er Evangelia Kasdanastassi sowie Ahmet Demir und Filippos Parlakoglou, die in der vergangenen Legislaturperiode den Integrationsrat geleitet und sich eingesetzt hatten – oft nicht öffentlichkeitswirksam, sondern effektiv und gezielt in Gesprächen, wie Kasdanastassi betonte.

„In einer heterogenen Gesellschaft muss das Ziel unserer Projekte sein, präventiv soziale Brennpunkt zu vermeiden und möglichst wenige Konfliktpotenziale entstehen zu lassen.“ Dazu gehöre es auch, andere Wertvorstellungen und Lebensentwürfe zu akzeptieren und Potenziale von Kinder und Eltern zu entdecken und sie sinnvoll zu nutzen.

Von Martin Messy

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