Förderprogramme gezielt nutzen

Konjunkturpaket: Stadt will dem Handwerk helfen

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Auch beim Umbau und der energetischen Sanierung der VHS kamen heimische Handwerker zum Zuge.

Lüdenscheid - Das heimische Handwerk soll nach Möglichkeit von Anreizen des Konjunkturpakets profitieren. Darin sieht die Stadt auch ihre Aufgabe.

Das war Konsens bei der jüngsten Sitzung der interfraktionellen Arbeitsgruppe zur Bewältigung der Corona-Folgen. Nun sollen geeignete Passagen des avisierten Milliarden-Hilfspakets schnell durchgearbeitet werden, um zu sehen, wo es Ansätze gebe.

Als ein Stichwort nannte Bürgermeister Dieter Dzewas die nationale Klimaschutzinitiative. CO2-Minimierung auch bei kommunalen Gebäuden sei ein Ansatz, um „kleinteilig, wirksam und so schnell wie möglich ans Geld zu kommen“.

Einschlägige Investitionen hat die Stadt in den letzten Jahren immer wieder getätigt, wie Frank Kuschmirtz, Betriebsleiter der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) erläuterte: „Wir haben in den letzten Jahren mehr als sieben Millionen Euro in energetische Sanierung investiert.“ Das, so die Einschätzung, könne man mit Aussicht auf Förderung durch das Konjunkturpaket noch ausweiten. 

Da es unterschiedliche Bedingungen im Vergabeverfahren gebe, hätten örtliche Firmen immer wieder gute Chancen, städtische Aufträge zu bekommen, sagte Frank Kuschmirtz. „Wir lassen zum Beispiel noch Anträge auf Papier zu. Das macht nicht mehr jeder. Das kommt kleinen Firmen entgegen.“

Auch freihändige Vergaben dienten dem ortsnahen Handwerk. Als Beispiel nannte er vier Objekte, bei denen von rund 1,8 Millionen Euro Vergabesumme 1,5 Millionen im Kreis geblieben seien: „Das kann sich sehen lassen.“ An der Musikschule, der Kita und der Grundschule Lösenbach sowie beim Alten Rathaus hätten heimische Handwerker großen Anteil gehabt.

Die seien, so ergab eine Nachfrage von Michael Thomas-Lienkämper (Linke), in der Regel auch umfangreicheren Aufgaben gewachsen, die sie termingerecht erfüllten. Die Erfahrung habe gezeigt, dass das Land im Zweifel Bewilligungszeiträume verlängere. Das Signal ans heimische Handwerk sei sehr wichtig, sagte Dzewas: „Wir müssen alles daran setzen, dass Ausbildungsbetriebe ihre Plätze anbieten können.“

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