Schulleiter der Berufskollegs am Raithelplatz: Keine Probleme durch Notunterkunft

Konfliktfreie Nachbarschaft mit Notunterkunft

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Ende Februar wird nach den bisherigen Plänen die Notunterkunft am Raithelplatz wieder freigezogen.

Lüdenscheid - Die anfänglichen Bedenken hier und da sind verflogen, die Zeit ist es auch: Ende Februar wird die Notunterkunft am Raithelplatz aufgelöst. Seit September ist die Sporthalle mit Flüchtlingen belegt. Die Schulleiter der beiden Berufskollegs sind sich völlig einig in ihrer Bewertung der vergangenen Monate: „Die Nachbarschaft war und ist völlig problemlos.“

Der Dank der Schulleiter Ursula Wortmann-Mielke (Gertrud-Bäumer-Berufskolleg) und Matthias Lohmann (Berufskolleg für Technik) geht dabei in viele Richtungen. Der Märkische Kreis, die Hausmeister, das Kollegium und die Schülerschaft, die Malteser und der Security-Dienst hätten hervorragend Hand in Hand gearbeitet und mit einer Portion Kreativität auch so manche unvorhergesehe Hürde genommen.

Anfang der Woche teilte der Kreis mit, die Notunterkunft mit bis zu 150 Plätzen für Flüchtlinge bis zum 29. Februar leerziehen zu können. Ein neues Landeskonzept mit künftig größeren Einheiten macht es möglich. Wenn alles planmäßig läuft, kann bereits am 1. März mit dem Rückbau begonnen werden. Dann geht ein Kapitel zu Ende, dass im September vergangenen Jahres mit der dringenden Bitte der Bezirksregierung Arnsberg um Bereitstellung von Liegenschaften begann. Die zum Schutz des Hallenbodens verlegten Spanplatten werden wieder rausgeräumt. Wann exakt Schulen und Vereine ihren Sport wieder aufnehmen können, steht zwar noch nicht fest, aber dem schulischen Bereich sieht Lohmann optimistisch entgegen: „Die Osterferien liegen früh, die Sommerferien spät, so dass wir noch ein ganzes Quartal haben.“ Ein großes Dankeschön richtet Ursula Wortmann-Mielke ans betroffene Lehrerkollegium, das mit viel Kreativität und Engagement auf die Situation reagiert habe – mal ging’s ins Fitness-Studio, mal wurde der Stundenplan nach hinten erweitert, wenn andere Schulen ihre Sportstätten nicht mehr nutzten. Die von den Technikern angebotenen Sprachkurse stießen auf so große Resonanz, dass zwei Gruppen à 20 Teilnehmer drei Mal wöchentlich für jeweils zwei Stunden unterrichtet wurden. Im Jugendmigrationsdienst in der Alten Wache am Buckesfeld fanden die Berufskollegs wiederum professionelle Unterstützung beim Übersetzen von arabischen Zeugnissen.

Hervorragende Noten erhalten die Malteser und der Sicherheitsdienst Ehlen. Lohmann: „Manchmal hat man ja mehr Angst vor den Security-Leuten als vor den Bewohnern einer Einrichtung. Hier hat alles reibungslos mit den Beteiligten funktioniert.“

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