160 Tonnen Streusalz an einem Tag

Komplette Mannschaft im Winterdienst unterwegs

LÜDENSCHEID ▪ Seit fünf Uhr in der Früh waren die Räumfahrzeuge des STL am Sonntag auf den 300 Straßenkilometern Lüdenscheids unterwegs. „Wir haben die gesamte Mannschaft aktiviert“, sagte Werkleiter Heino Lange im Gespräch mit unserer Redaktion.

Das heißt, dass rund 100 Mitarbeiter und eine Vielzahl an Fahrzeugen – darunter große Radlader, Pritschenwagen und Kleintraktoren – im Stadtgebiet unterwegs waren. Die erste Schicht, so Heino Lange, war gegen 11.30 Uhr beendet.

Da die Wetterprognosen kontinuierliche Niederschläge voraussagten und weitere fünf Zentimeter Schneefall bis zum Abend angekündigt waren, wurde ab 15 Uhr eine zweite, komplette Schicht gefahren. „An einem Tag wurden auf diese Weise 160 Tonnen Streusalz auf die Straßen aufgebracht“, so Lange. Trotz der vielen Einsätze sprach der Werkleiter des STL von einem „normalen Wintereinbruch“, wie er in der Region halt vorkomme. Auch die Linienbusse der MVG waren von den winterlichen Straßenverhätnissen nicht übermäßig betroffen. Am Sonntagnachmittag betrugen die Verspätungen zwei bis drei Minuten. Lediglich die Busse der Linie 42 konnten ihre Fahrt nur bis Kalve fortsetzen.

Im tiefsten Winter mit Sommerreifen durch die Gegend zu fahren, das ist nicht nur verkehrsbehindernd und gefährlich, sondern mitunter auch teuer. Am Freitag rutschte ein 26-Jähriger mit seinem Renault an der Einmündung von McDonald's am Brockhauser Weg auf einen vor ihm stehenden Kleintransporter. Dasselbe passierte am Freitagnachmittag einem 22 Jahre jungen Kia-Fahrer, der an der Einmündung Sauerfeld/Hochstraße anhalten wollte und auf einen BMW rutschte. Es entstanden geringe Sachschäden. Verletzt wurde niemand. Die Polizei „bedachte“ die beiden Unfallverursacher allerdings jeweils mit einem Bußgeldbescheid über 80 Euro.

jw/omo

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