"Wir sind die Neuen" im Kulturhaus

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"Wir sind die Neuen" - ein Stück über eine Studenten- und eine Oldie-WG, die sich gegenseitig das Leben schwer machen.

Lüdenscheid - „Wir sind keine Gleichgesinnten – wir sind die Ablösung!“ Klare Worte der jungen Studentin Barbara (Annalena Müller) in Richtung der höflichen „Alten“. Dabei wollten die sich eigentlich ja nur als neue Nachbarn vorstellen. Und schon war er da, der Generationenkonflikt.

Tour-Premiere der Komödie am Kurfürstendamm am Mittwochabend im Kulturhaus: „Wir sind die Neuen“, 2014 von Ralf Westhoff als Film inszeniert und jetzt für die Bühne adaptiert von Martin Woelffer, hatten die Berliner mitgebracht. Sie sind gern gesehene Gäste im Kulturhaus. So war es nicht verwunderlich, dass die Reihen bis auf die Estrade gut gefüllt waren.

Anne (Claudia Rieschel) trommelt aus der (Wohnungs)Not geboren die alte Truppe zusammen: Johannes (Siegfried Kadow) und Eddi (Winfried Glatzeder). Gemeinsam zieht das Trio in die Wohnung unter die drei jungen, ehrgeizigen und ebenso herablassenden und hobby-losen Studenten Thorsten (Eric Bouwer), Katharina (Luise Schubert) und Barbara (Annalena Müller).

Eine perfekte Konstellation, um sich gegenseitig das Leben schwer zu machen – die einen auf der Suche nach einem Platz im Leben und die anderen, die diesen schon gefunden haben – mehr oder weniger jedenfalls.

Ein bisschen „House of the Rising Sun“ und „Born to be wild“, ein bisschen Che Guevara und rote Schuhe – schnell beginnt sich die Oldie-WG zu langweilen, und genauso schnell wird klar, dass sich das Trio wohl doch eher auf der Flucht vor dem Altwerden befindet.

Die Studenten-WG hingegen lernt nach der Pause, dass so ein bisschen Lebenserfahrung auch ein junges Leben enorm bereichern kann. Ein Spitzen-Ensemble, treffsichere Pointen, ein Spritzer Wehmut und eine Prise jugendliche Arroganz den „Alten“ gegenüber machten die Inszenierung zu einem Theaterabend nach Maß.

Rosen gab's am Ende für die Darsteller und verdienten, lang anhaltenden Applaus.

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