Auch AfD nicht am Start

AfL macht Rückzieher: Keine Kandidatur für den Stadtrat

AfL-Vorsitzender Peter Oettinghaus.

Paukenschlag in der Lüdenscheider Kommunalpolitik: Die Alternative für Lüdenscheid (AfL) zog am Montag ihre Kandidatur für die Kommunalwahl für Außenstehende völlig überraschend zurück. Auch die rechtsextreme AfD wird in der Kreisstadt nicht kandidieren.

Lüdenscheid - Der Grund für den AfL-Rückzieher: starke berufliche Belastung der Protagonisten.

Die AfL ist seit 19 Jahren im Stadtrat vertreten, in der laufenden Wahlperiode mit ihrem Vorsitzenden Peter Oettinghaus und dessen Ehefrau Monika. Am Montagvormittag informierte Peter Oettinghaus das Wahlamt der Stadt, nachdem die Familie Oettinghaus erst am Wochenende von ihrem Urlaub in Bayern zurückgekehrt war. Der Entschluss, so Oettinghaus, sei allen Beteiligten sehr schwer gefallen. Allerdings komme speziell auf ihn in seinem Beruf als Lehrer an einer Dortmunder Schule künftig coronabedingt eine noch viel größere Belastung als bisher zu. Oettinghaus: „Was ich mache, das will ich hundertprozentig machen. Und das wäre bei der Ratsarbeit in Zukunft nicht mehr gewährleistet.“

Die AfL war Anfang des Jahrtausends aus der vom ehemaligen SPD-Fraktionschef Horst H. Stich gegründeten Lüdenscheider Liste (LL) hervorgegangen. Seit 2001 gehörten stets eines beziehungsweise zwei AfL-Mitglieder dem Stadtrat an. Peter Oettinghaus war immer dabei. Bedeutet der Rückzieher jetzt das Ende der AfL? Peter Oettinghaus: „Nein, wir setzen nur diesmal aus!“

Nach der öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses steht mittlerweile auch fest, dass die rechtsextreme "Alternative für Deutschland" (AfD) in Lüdenscheid nicht bei der Kommunalwahl am 13. September antritt. Bürgermeisterkandidaten kommen aus der SPD (Sebastian Wagemeyer), der CDU (Christoph Weiland), der FDP (Jens Holzrichter), der NPD (Stefan Haase) oder sind parteilos (Olaf Knuth). Auch unter den Bewerbern in den Wahlbezirken ist kein AfD-Kandidat.

Neben Vertretern der großen Parteien SPD, CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen gibt es in einzelnen Bezirken aber auch Vertreter kleinerer politischer Gruppierungen: der Partei Die Linke, der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) und der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD). Für den Wahlbezirk 3, Kluse, tritt als Einzelperson Jutta Hellmann an.

Die Linke Liste Lüdenscheid, zuletzt vertreten durch Michael Thomas-Lienkämper und Yasin Kut, wird nicht antreten. Auch die Gründung einer neuen Partei ist ausgeblieben.

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