Zur Kommunalwahl 2014 ein Wahlbezirk weniger

So sehen die künftigen 24 Wahlbezirke im Stadtgebiet aus. Die dünner besiedelten Gebiete sind weit größer als die Innenstadtbezirke, um annähernd ähnliche Einwohnerzahlen für die Bezirke zu gewährleisten.

LÜDENSCHEID ▪ Während die Parteien aktuell den heraufziehenden Bundestags-Wahlkampf planen, befasste sich die Stadtverwaltung schon intensiv mit den Kommunalwahlen im kommenden Jahr. Im Wahlausschuss am 7. Mai steht vor allem die Neuordnung der Wahlbezirke an.

Denn weil der amtierende Stadtrat aus Einspargründen den kommenden Rat um zwei Sitze auf dann 48 verkleinerte (wir berichteten), darf es zum Urnengang 2014 auch nur noch 24 statt bisher 25 Wahlbezirke im Stadtgebiet geben.

Das Rathaus hat dazu jetzt einen Aufteilungs-Vorschlag vorgelegt. Aufgelöst wird demnach der komplette bisherige Wahlbezirk 24 (Grebbecke/Freisenberg/Hulsberg), den 2009 der SPD-Kandidat Stefan Hoffmann direkt gewann. Die laufende Nummer 24 erhält nun der alte Wahlbezirk 25 (Rathmecke/Dickenberg), der auf der Skizze unten bereits als „24“ aufgeführt ist.

Die alte Wahlbezirk 24 war in drei Stimmbezirke aufgeteilt. Sie werden einzeln drei angrenzenden Wahlbezirken zugeordnet. Der bisherige Stimmbezirk 24.1 mit dem Wahllokal in der Schule Gevelndorf geht demnach an an den Wahlbezirk 19 (Hohe Steinert/Oberer Wehberg), und zwar als neuer Stimmbezirk 19.4. Die alte 24.2 (ebenfalls Schule Gevelndorf) wird zum neuen Stimmbezirk 24.4. Und die bisherige 24.3 (Gemeinderaum St. Hedwig) geht als neuer Stimmbezirk mit der Nummer 20.5 künftig an den Wahlbezirk 20 (Unterer Wehberg/Gevelndorf).

Das klingt zwar kompliziert, ist aber nach Auffassung der Stadtverwaltung die einfachste Lösung. Denn von der Zuordnung kompletter Stimmbezirke seien lediglich drei Wahlbezirke betroffen, weitere Änderungen somit nicht notwendig. Vor allem müssten keine einzelnen Straßen oder Straßenzüge verschoben werden, was aufwändiger wäre.

Änderungen von Bezirken sind politisch oft umstritten. Schließlich könnte eine „schwarze Straße“ ein SPD-Ergebnis verhageln oder umgekehrt. Vor der Kommunalwahl 2009 mussten die Werdohler Straße und der Asenberg neu zugeordnet werden, damit alle Stimmbezirke die zulässigen Einwohnerzahlen aufwiesen.

Diese gesetzliche Vorgabe soll gewährleisten, dass die Wahlbezirke in einer Stadt ungefähr gleich groß sind – immerhin geht es überall um je einen Ratssitz. Um hier die Durchschnittsgröße zu ermitteln, teilte die Verwaltung die Einwohnerzahl von 75 093 (Stichtag 30. Juni 2012) durch 24 Wahlbezirke. Heraus kam der Schnitt von 3129 Lüdenscheidern je Bezirk. Davon darf jeder Wahlbezirk nur höchstens um ein Viertel (782 Einwohner) nach oben oder unten abweichen. Doch der alte Wahlbezirk 24 hätte die Untergrenze von 2374 (also 3129 minus 782) Einwohnern womöglich unterschritten. Deshalb soll die Auflösung jetzt diesen Bezirk treffen.

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