Wahl-Waffeln gehen zum Wahlkampfauftakt gut

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Der neunjährige Mattia Weiß unterstützt tatkräftig seinen Vater, der CDU-Bürgermeister werden möchte. - Fotos: Nougrigat

Lüdenscheid - Nach gut zwei Stunden haben die SPD-Seniorinnen 15 Liter Waffelteig verbraucht. Bei der CDU gleich nebenan gibt’s noch einige mit eingepressten Parteiinitialen. Die Wahl-Waffeln gehen zum kommunalen Wahlkampfauftakt auf dem Sternplatz gut.

Von Martin Messy

CDU-Bürgermeisterkandidat Björn Weiß kann neben den fleißigen Waffelbäckerinnen von der Seniorenunion auch auf seinen Sohn Mattia bauen, der begeistert Flyer mit dem Konterfei vom Papa unters Wahlvolk bringt. Der engagierte Einsatz des Neunjährigen steht im Gegensatz zum eher mäßigen Interesse der Lüdenscheider Wähler, die am 25. Mai immerhin gleich fünf Mal die Wahl haben: Zur Europa-, Landtags-, Kreistags-, Kommunal- und Bürgermeisterwahl ist ihr Votum gefragt.

Auf einem Bodenteppich hat die SPD Projekte aufgelistet, an denen sie in den jeweiligen Stadtteilen beteiligt war.

„Ach, sind denn schon wieder Wahlen?“, fragt ein kleiner, älterer Herr, der mit einem Rollator an den Ständen der beiden größten Ratsparteien vorbeischlurft. „Wann denn?“ Ein rotes Windrädchen von SPD-Mann Bernd Kaiser, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60 plus, nimmt er gern entgegen. Neben an bei der CDU könnte er noch einen Luftballon dazu bekommen und als Brillenträger einen Brillenputztuch. „Für den richtigen Durchblick“, lächelt Björn Weiß, der Urlaub genommen hat für den Wahlkampf, um sich bis zum 25. Mai als Gegengewicht zu SPD-Bürgermeister Dieter Dzewas zu positionieren. Keine leichte Aufgabe. „Dieter ist unser Zugpferd“, sagt Kaiser. Seit zehn Jahren ist Dzewas Bürgermeister.

„Natürlich zieht der Amtsbonus“, ordnet Susanne Mewes, stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, die lange Amtszeit realistisch ein. Thematisch seien Abgrenzungen schwierig. „Letztlich ist es ja doch größtenteils eine personenbezogene Wahl, und da kommt es auf die Arbeit und die Köpfe der einzelnen Kandidaten in den jeweiligen Wahlbezirken an.“

Bernd Kaiser weist auf einen Bodenteppich, auf dem laufende und abgeschlossene SPD-Projekte in den Stadtteilen vermerkt sind. „Wir verteilen weniger Papier, fliegt leider doch oft nachher nur in der Gegend rum.“ Einen Kaffee kann er noch anbieten, „aber die Waffeln, die sind schon alle.“

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