Schüler pflegen den Skulpturengarten

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Die Kinder nutzten den Schultag, um sich als Paten um "ihr" Kunstwerk zu kümmern.

Lüdenscheid - Vierundzwanzig Paten der Klasse 4a der Adolf Kolpingschule haben einmal mehr im Skulpturengarten der Museen der Stadt „ihr“ Kunstwerk betreut.

Seit der ersten Klassen machen sich die Kinder mit ihrer Lehrerin Christa Cardinal von Widdern von der Schule in Richtung Skulpturengarten auf, greifen dort zu Besen und Schaufel, Putztuch und Trockentuch, sehen nach, was sich im Garten alles verändert hat.

Der Land-Art-Installation des Bildhauers und Zeichners Reinhard Klessinger, „Ins Spiel bringen“, gilt die reinigende Kraft der Kinder. Es handelt sich dabei um eine zwölfteilige, in den Boden eingelassene Installation, im Prinzip gesicherte Ausschachtungen, die mit Glasplatten abgedeckt sind. Jahreszeitlich bedingt sind durch die Glasplatten Veränderungen der sich dort angesiedelten Vegetation erkennbar. Transparenz bringen dabei die Grundschüler mit ins Spiel, dürfen einmal anfassen, was nicht anfasst werden sollte.

Einmal aufgereiht, je zwei an einem der aufgereihten Exponate, Lappen Handbesen und buntes „Kehrichtblech“ in der Hand, gingen die Schüler eifrig ans Werk. Für allzu starke Verschmutzungen brachte Dr. Carolin Krüger-Bahr einen hellblauen Eimer, zu einem Drittel mit Wasser gefüllt. Eines der Rituale der Kinder ist laut Christa Cardinal von Widdern auch der Rundgang durch den Skulpturenpark und die Begrüßung der Exponate. Berühren inbegriffen. Alle Skulpturen werden mit „Namen“ angesprochen. „Das erzählen die Kinder zu Hause, kommen häufig mit den Eltern noch einmal in den Skulpturengarten“, sagte die Lehrerin.

Ganz nebenbei werde so auch den Eltern klar, dass es in den Museen auch sehenswerte Bereiche mit freiem Zugang gebe. Experten sind die Paten von „Ins Spiel bringen“ allemal: Sie kennen viele der Pflanzen, die sich in den Räumen unter den Glasscheiben angesiedelt haben und wissen um Land-Art-Besetzer, eine Ameisenpopulation.

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