Knaller-Verkauf: Batterien liegen in Lüdenscheid im Trend

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Michael Mauß, stellvertretender Marktleiter bei Obi, lässt seine Kunden aus dem Vollen schöpfen. Ein Trend sei aber deutlich erkennbar: In diesem Jahr würden vor allem Batterien gekauft.

Lüdenscheid - Sie heißen Götterfunken, Ocean of Lights, Rise of Gladiators und „Steel Hammer – das Familiensortiment“. Seit gestern gibt’s wieder Feuerwerkskörper. Die Nachfrage „läuft noch schleppend“ hieß es bei Hellweg, während man bei Obi bis mittags „schon zwei Karren nachräumen“musste.

„Es läuft gut an“, fand der stellvertretende Obi-Marktleiter Michael Mauß. „Die Pyrotechniken, diese Batterien, sind der Knaller.“ Vor allem für Kunden jenseits der 30: „Da muss man sich nicht mehr so oft bücken“, fügt er schmunzelnd hinzu. Einmal anzünden, 80 Sekunden Stern-Effekte in Multicolor. Böller und Riesenknallfrösche für Kinder, ein Selection-Pack „Bombette“ mit römischen Lichtern, große Zerlegersterne mit Brokatregen-Effekt aus der Boom Box oder Hermes-Palmenbuketts, „kolossal groß“, auch noch in ca. 45 Metern Höhe – die Auswahl ist groß, aber auch das Risiko bei falscher Handhabung. Deshalb gibt es strikte Vorschriften für Lagerung und Verkauf, CE-Prüfzeichen und Tipps zur sicheren Anwendung. Im Zuge einer EU-Harmonisierung dürfen Batterien jetzt mehr Sprengmasse enthalten – statt 200 Gramm dürfen es bis zu 500 Gramm sein. HNO-Ärzte warnen vor Hörschäden.

Ohnehin sollte man Warnungen ernst nehmen, findet auch Wolfgang Menzebach, Leiter der Wachabteilung 1 der Lüdenscheider Feuerwehr. „Ganz wichtig ist es, sich im Vorfeld schon Gedanken zu machen“, rät er, „nicht erst um Mitternacht.“ Wo und wie zündet man das Feuerwerk, hat man eine stabile Getränkekiste als Abschussrampe, stimmt die Richtung – das müsse man frühzeitig klären und Anleitungen lesen. Er selbst feiert Silvester verhalten, er hat Neujahr Dienst. Aber ein paar Raketen müssen sein, findet er. Gerade Kinder blickten gerne einer Rakete hinterher: „Für die sind Batterien nicht so prickelnd.“ Das sieht auch Michael Mauß so: „Raketen gehören immer dazu“, auch für seine siebenjährige Tochter. Die guckt sich das Spektakel vom Fenster aus an – sicherheitshalber.

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