Klinikum nimmt Stellung:

Geschäftsführung: Erstaunt und bereit zum Gespräch

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Aufgrund „betriebsinterner Themen“ ist die Geschäftsführung der Klinik kurzfristig zu Gesprächen mit dem ausgeschiedenen Chefarzt Prof. Dr. Giebel bereit. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Die Geschäftsführung des Klinikums hat am Mittwoch Stellung bezogen zu den Vorwürfen, die Prof. Gerfried Giebel in einem LN-Artikel am 2. Januar erhoben hatte:

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„Die Bürger unseres Kreises können unverändert stolz auf ihr Krankenhaus sein. Gemeinsam mit ihren ärztlichen Mitarbeitern sowie den Pflegekräften sind die Klinikdirektoren tragende Eckpfeiler bei den Märkischen Kliniken GmbH, die zusammen eine hervorragende Arbeit leisten. Hierzu gehörte aus Sicht der Geschäftsführung auch der am 31. Dezember 2012 ausgeschiedene Chefarzt Prof. Dr. Gerfried Giebel, der in seiner über 20 jährigen Tätigkeit am Krankenhaus viel zum Wohle seiner Patienten bewegt hat.

Im kritischen Dialog mit der Geschäftsführung, die ihm hierfür stets zur Verfügung gestanden hat, hat auch er zu wichtigen Veränderungen beigetragen. Insofern ist die Geschäftsführung darüber erstaunt, dass Prof. Giebel sich jetzt über die Presse geäußert hat.

Ein moderner Krankenhausbetrieb erfordert permanent Anpassungen und Veränderungen, um auf der Höhe der Zeit zu sein und seinen Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten. Dies ist auch bei den Märkischen Kliniken der Fall, was zu Änderungen in Prozessen und organisatorischen Zuordnungen geführt hat. Dass es hierdurch in einzelnen Fällen zu Einschränkungen von persönlichen Autonomien zugunsten von Gesamtvorteilen kommen kann, ist eine nicht zu verhindernde Konsequenz. Die überwiegende Mehrheit der Klinikdirektoren ist diesen Veränderungen gefolgt und sieht aus heutiger Perspektive auch deren Erfolg.

Die jährlich im Herbst stattfindenden Mitarbeiterbefragungen zeigen, dass sich die Zufriedenheit der Beschäftigten an den Märkischen Kliniken in den letzten Jahren nachhaltig verbessert hat. Dass die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse, vor denen viele Krankenhäuser in Deutschland stehen, zu Unsicherheiten bei Mitarbeitern führen, ist leider eine Tatsache. Allerdings arbeitet die Geschäftsführung gemeinsam mit externen Partnern gerade daran, die Kliniken wieder auf ein wirtschaftlich gesundes Fundament zu stellen. Dass dies gelingen kann, hat die jüngere Vergangenheit gezeigt. Schon in den Jahren 2005/2006 sahen sich die Kliniken Problemen gegenüber. Unter Rückgriff auf externe Experten wurden zahlreiche Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt, die in den Jahren 2008 und 2009 zu positiven Zahlen führten.

Da es sich bei den von Prof. Giebel in seiner Stellungnahme angesprochenen Punkten um betriebsinterne Themen handelt, ist die Geschäftsführung sehr gerne bereit, kurzfristig mit Prof. Giebel im persönlichen Dialog die einzelnen von ihm aufgeworfenen Punkte zu erörtern.“

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