1. come-on.de
  2. Lüdenscheid

Klinikum Lüdenscheid verlangt eine Million Euro von Handwerker

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Olaf Moos

Kommentare

null
Ein Teil der Betrügereien zum Schaden des Klinikums fiel in die Zeit, in der dort für 8,5 Millionen Euro neue OP-Säle gebaut wurden. © Moos

Lüdenscheid - Ein Vergleich lässt auf sich warten: Nach mutmaßlichen Betrügereien durch Klempner, die das Klinikum nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft jahrelang mit gefälschten Rechnungen betrogen haben, steht ein Eröffnungstermin für den Strafprozess am Landgericht Hagen immer noch nicht fest.

Der Zivilprozess, mit dem die Klinikleitung mehr als eine Million Euro Schadensersatz von den Beklagten erstreiten will, zieht sich weiter in die Länge. Denn auch am Freitag kam es nicht zu der seit langem geplanten Verkündung einer gerichtlichen Entscheidung. 

Die 3. Zivilkammer, die seit dem 17. Juli über die Klage aus Lüdenscheid verhandelt, vertagte den Verkündungstermin zum inzwischen dritten Mal. Landgerichts-Sprecher Bernhard Kuchler bestätigte, dass die Kammer dem übereinstimmenden Wunsch der streitenden Parteien entsprochen hat, weil die Vergleichsverhandlungen noch nicht abgeschlossen seien. 

Ein neuer Termin ist nun für den 29. Januar festgelegt. 

Gewerbsmäßiger Betrug? Angeklagter soll sich in 78 Fällen schuldig gemacht haben

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der heute 52 Jahre alte Angeklagte aus Altena in der Zeit zwischen Januar 2013 und August 2017 in 78 Fällen des gewerbsmäßigen Betruges und einer Vorteilsgewährung schuldig gemacht hat. 

Er arbeitete als Geschäftsführer eines Installationsbetriebes nach Angaben aus dem Landgericht seit den 90er-Jahren eng mit dem Krankenhaus zusammen. Die angeklagten Fälle fielen zeitlich zum Großteil in die Phase, in der im Klinikum für 8,5 Millionen Euro neue OP-Säle gebaut wurden. 

Wie Bernhard Kuchler erklärt, steht der Hauptangeklagte im Verdacht, Leistungen seiner Handwerker mit der Klinik-Leitung abgerechnet zu haben, die gar nicht erbracht worden waren. 

In einigen Fällen soll der Geschäftsführer erfolgte Arbeiten seiner Klempner-Kolonne mehrfach in Rechnung gestellt oder auf verschiedenen Bescheinigungen zu viele Arbeitsstunden geltend gemacht haben.

Eine Bahn-Studie sorgt derweil für Aufregung im MK, denn die Region ist erst gar nicht untersucht worden. Dennoch wird eine S-Bahn von Lüdenscheid nach Köln gefordert. 

Polizei Lüdenscheid sucht nach einer verdächtigen Frau mit "dunklen Augenbrauen" und Nike-Schuhen, die Diebstähle in der Innenstadt von Lüdenscheid begangen haben soll. 

Auch interessant

Kommentare