Märkische Kliniken setzen Öffnungskonzept um 

Kliniken im MK nehmen Normalbetrieb wieder auf - jeder Patient bekommt Corona-Test

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Klinikum Lüdenscheid an der Paulmannshöher Straße.

Lüdenscheid/Werdohl – Mit einer Kraftanstrengung haben die Märkischen Kliniken auf Corona-Betrieb umgestellt, jetzt werden die Änderungen Stück für Stück zurückgefahren. 

Um bei einem Corona-Ausbruch eine möglichst große Zahl von Covid-19-Patienten versorgen zu können, hatten die Märkischen Kliniken im März in den Krankenhäusern in Lüdenscheid und Werdohl auf eine Art Pandemie-Betrieb umgestellt – einschließlich Besuchsverbot, Absage von planbaren elektiven Eingriffen und organisatorischen und personellen Umstrukturierungen. 

Corona-Modus mit weitreichenden Folgen für die Krankenhäuser

Nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums ist nach dem Abflachen der Infektionskurve nun die schrittweise Rückkehr in den Normalbetrieb möglich. Die Märkischen Kliniken haben dazu ein mehrstufiges Konzept erarbeitet und am vergangenen Freitag dem Krisenstab des Märkischen Kreises zur Prüfung übergeben. 

Vorläufiges Öffnungskonzept in den Märkischen Kliniken in Lüdenscheid und Werdohl gilt ab sofort

Voraussichtlich noch in dieser Woche soll über die Genehmigung entschieden werden. Bis dahin setzen die Märkischen Kliniken ein vorläufiges Öffnungskonzept um, um Nicht-Corona-Patienten wieder stationär aufnehmen und auch planbare elektive Operationen durchführen zu können. 

Zehn-Punkte-Plan für die schrittweise Rückkehr in den Normalbetrieb

Die Holding hat dafür einen Zehn-Punkte-Plan entworfen, der unter anderem sicheres Abstand halten, die Bevorratung und Wiederaufbereitung von Schutzausrüstung, Mundschutz für alle neu aufgenommenen Patienten und ein Corona-Screening elektiver Patienten und von Risikopatienten, die als Notfall ins Klinikum kommen, vorsieht. 

Der Zugang für neue Patienten erfolgt dabei ausschließlich über die Zentrale Notaufnahme. Vor der stationären Aufnahme wird bei den Patienten ein Rachen-Abstrich genommen. Anschließend erfolgt der Corona-Test im Labor Wahl. 

Patienten müssen warten bis das Ergebnis des Corona-Tests vorliegt

Bis zum Vorliegen des Testergebnisses werden die Patienten auf den Stationen 1.5 (Neurologie) und 1.3 (Operative Kurzliegerstation) betreut. Dies kann mehrere Stunden dauern. Nur wenn das Testergebnis negativ ist, wird der Patient dann auf die Zielstation verlegt. Das Besuchsverbot gilt zunächst weiterhin. Aber auch hier ist eine Lockerung in den nächsten Wochen möglich. 

Auch wenn der normale Klinikbetrieb schrittweise wieder hochgefahren wird, werden im Klinikum 20 bis 30 Prozent der intensivmedizinischen Kapazitäten bis auf Weiteres für die Versorgung von Covid-19-Patienten bereitgehalten.

Alle Neuigkeiten rund um das Coronavirus im Märkischen Kreis gibt es in unserem Newsticker

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