Klinikum Lüdenscheid: Neue Perinatalstation

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Ein Teil des neuen Teams um die Oberärztin der Frauenklinik Dr. Angelika Weber (l.) und dem Leiter der Kinderklinik, Dr. Bernhard Köster (hinten), stand für Fragen der zahlreichen interessierten Gäste zur Verfügung.

LÜDENSCHEID ▪ „Mit der Eröffnung unserer Perinatalstadion sind Mauern gefallen“, so Dr. Bernhard Köster – „nicht nur in den Köpfen der Menschen, sondern auch räumlich.“ Bis zum letzten Moment waren Handwerker am Werk gewesen, um alle Ideen, die in den Aufbau dieser Station eingeflossen waren, umzusetzen.

Bei einem Tag der offenen Tür konnten sich am Samstag Interessenten über die Station informieren.  Das Team um den Leiter der Kinderklinik im Klinikum Hellersen und um die Oberärztin der Frauenklinik, Dr. Angelika Weber, ist gut vorbereitet auf die neuen Aufgaben. Ein Jahr lang dauerte die Vorbereitungsphase. Und diese Zeit war kurz, ist doch das Klinikum mit eben dieser Perinatalstation Vorreiter in NRW. Lediglich in Berlin gibt es noch zwei Stationen dieser Art. Perinatal heißt „rund um die Geburt“. Eine runde Sache soll es dann auch ab morgen sein, wenn sich schwangere Frauen und Wöchnerinnen gemeinsam mit den Kindern Zimmer teilen. Diese Zimmer sind in warmem Gelb und Orange gestrichen. Es gibt keine räumliche Trennung mehr, die Säuglinge sind vom ersten Moment an bei ihren Müttern.

"Enger Kontakt in ersten Tagen wichtig"

In Hellblau und mit einem Sternenhimmel zeigt sich ein besonderer Raum. Sensibel haben die Verantwortlichen mit dem Magdalena-Berker-Zimmer dabei an Eltern gedacht, deren Kinder eine sehr schlechte Überlebensprognose haben. – Stolz ist das Team der Perinatalstation auf das „Rooming-In“. Zwei Zimmer mit jeweils zwei Betten teilen sich in der Mitte einen Aufenthaltsraum. Hierhin können sich die Mütter mit ihren Baby zum Stillen, Baden oder einfach nur zum Ausruhen zurückziehen.

"Ich fühle mich hier sicher"

Besucherin Stefanie Michel wird in fünf Wochen ihr Kind auf der neuen Station zur Welt bringen. „Ich wollte mich informieren, fühle mich hier sicher.“ Auch für die schwangere Yvonne Deamon, die mit Söhnchen Yannik Fynn den Tag der offenen Tür nutzte, um die neue Stadion zu besichtigen, steht fest: „Hier kommt mein Kind zur Welt. Die haben das gut umgesetzt, mir gefällt es sehr gut.“ Mozart-Klänge, von einem Bläsertrio der Musikschule gespielt, hatten diesen für das Klinikum bedeutsamen Tag eingeleitet.

"Das wird spannend. Wir sind gut vorbereitet"

Das interdisziplinäre Arbeiten wird spannend für das neue Team aus Ärzten, Hebammen und Krankenschwestern. „Wir werden voneinander lernen: die Kinderkrankenschwestern von den Krankenschwestern und umgekehrt. Es ist eine ganz neue Situation“, so Petra Lutz und Karin Frischke. „Auch das Team muss sich zusammenfinden. Das wird spannend. Wir sind gut vorbereitet.“

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