Schon bald wieder weniger planbare Eingriffe

Klinikum: Undisziplinierte Besucher bereiten Sorgen

Klinikum Lüdenscheid
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Im Klinikum Lüdenscheid verschärft sich die Corona-Situation.

Das Klinikum Lüdenscheid bereitet sich auf eine weitere Verschärfung der Corona-Lage vor. 

Lüdenscheid - Geschäftsführer Dr. Thorsten Kehe schreibt in seinem aktuellen „Pandemie-Update“, die dritte Welle sei in den Kliniken angekommen.

Kehe schreibt, nachdem in den zurückliegenden vier Wochen das Infektionsgeschehen abgebremst und die Marke von 40 Patienten unterschritten wurde, stiegen die Infektionszahlen wieder an – sowohl in den Covid-Bereichen als auch auf der Intensivstation.

Man werde schon sehr bald wieder mehr als 50 Covid-Patienten gleichzeitig behandeln müssen. Diese Zahl von 50 Patienten werde dann voraussichtlich noch weiter ansteigen.

Diese Entwicklung korreliere mit einem hohen Inzidenzwert im Märkischen Kreis.

Bald wieder mehr als 50 Covid-Patienten

Mit Stand von Montagabend gab es im Klinikum bereits 49 Patienten mit einer Sars-Cov-2-Infektion. Davon bedurften zwölf Patienten einer intensivmedizinischen Versorgung. Weitere 37 Pati-enten wurden auf der Isolierstation versorgt.

15 Mitarbeiter der Märkischen Kliniken befinden sich in häuslicher Quarantäne und sind nicht im Dienst. Davon haben sich acht Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert, wovon bei sieben positiv getesteten Mitarbeitern die britische Mutante B.1.1.7 nachgewiesen wurde. Weitere sechs Mitarbeiter hatten eine Risikobegegnung

Corona-Mutationen treiben laut Kehe das Infektionsgeschehen zusätzlich an. Dies spiegle sich auch in den aktuellen Fallzahlen der Märkischen Kliniken wider: Die britische Mutante B.1.1.7 sei bei 38 und die südafrikanische Mutante B.1.351 bei einem von 49 positiv getesteten Patienten nachgewiesen.

Die steigenden Fallzahlen haben, so schreibt Kehe, nun unter anderem zur Folge, dass das Klinikum die Bettenkapazitäten voraussichtlich in Kürze wieder anpassen müsse, da diese für die Covid-Versorgung benötigt würden. Dadurch stünden perspektivisch weniger Bettenkapazitäten für planbare (elektive) Eingriffe zu Verfügung.

Im Klinikum wurden bisher 1290 Erst- und 892 Zweit-Impfungen durchgeführt, darunter 385 mit Astrazeneca. Auch im Klinikum wurden am Montag alle Astrazeneca-Impfungen gestoppt.

Derweil bereiten die (wenigen) Patienten-Besucher dem Geschäftsführer der Märkischen Kliniken zusätzlich Kopfzerbrechen. Kehe: „Mit großer Sorge beobachten wir vermehrt Fälle, in denen Besucher bei Patientenbesuchen auf dem Klinikgelände die Abstandsregeln nicht einhalten oder den Mund-Nasen-Schutz nicht tragen.“

Angesichts der steigenden Neuinfektionen sei es leider nicht möglich, das generelle Besuchsverbot zu lockern. Die Risiken für Patienten, Besucher und Mitarbeiter seien derzeit „einfach zu hoch“. Dennoch seien Krankenbesuche in Sondersituationen möglich. In jedem Fall benötigten diese Angehörigen einen digitalen Passierschein.

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